Viele Schüler und Studenten sind auf der Suche nach einem Nebenjob, den sie während dem Studium ausüben können. Eine legitime Frage hierbei ist allerdings, ob Nebenjob gleich Nebenjob ist. Grundsätzlich hat man das Recht auf die Wahl seines Arbeitsplatzes und Berufs. Das bedeutet, dass man sich seinen Nebenjob frei auswählen und ausüben kannst. Alle wichtigen Fakten, zu den verschiedenen Nebenjob arten, sind hier nachzulesen:

Im Allgemeinen wird zwischen Schüler-, Studenten- und Teilzeitjobs unterschieden. Außerdem legt die Höhe des Nebenverdienstes die steuerliche Verpflichtung fest.

Minijob

Der klassische “Minijob” hat eine steuer- und sozialversicherungsfreie Grenze von 450 Euro im Monat. Grundsätzlich sind aber zwei Arten von Minijobs zu unterscheiden. Zum einen liegt eine geringfügige Beschäftigung vor, wenn das Arbeitsentgelt aller Minijobs zusammen regelmäßig nicht mehr als 450 Euro pro Monat beträgt. Aber auch wenn ein Arbeitnehmer innerhalb eines Kalenderjahres nicht mehr als 50 Arbeitstage beziehungsweise zwei Monate am Stück arbeitet, handelt es sich um einen Minijob. Die Besonderheit an einem Arbeitsvertrag für einen Minijob ist, dass der Arbeitnehmer weder kranken-, pflege- noch arbeitslosenversichert ist. Es wird zwar ein pauschaler Beitrag zur Kranken- und Rentenversicherung, von seitens des Arbeitgebers, abgeführt, allerdings bedeutet das nicht, dass der Minijobber damit automatisch krankenversichert ist. Dies muss vom Arbeitnehmer selbst übernommen werden.

Schülerjob

Schüler stellen eine besondere Ausnahme auf dem Arbeitsmarkt dar. Das Jugendschutzgesetz in Deutschland besagt, dass Personen bis zum ihrem 15. Lebensjahr als Kinder gelten und daher von jeglicher Arbeit befreit sind. Hierbei gibt es allerdings auch Ausnahmen – nach dem 13. Geburtstag dürfen Schüler leichte Arbeiten, wie beispielsweise Zeitungen austragen, für circa zwei Stunden pro Tag erledigen. Diese dürfen allerdings nicht während der Unterrichtszeit und nicht nach 18 Uhr erledigt werden. Zwischen 15 und 18 Jahren gelten Schüler als Jugendliche und haben damit mehr Möglichkeiten, einen Nebenjob auszuführen. Laut dem Jugendarbeitsschutzgesetz gibt es für diese Altersgruppe eine Erweiterung, während der Schulferien maximal acht Stunden pro Tag und vier Wochen am Stück zu arbeiten.

Studentenjob

Bei Studenten ist die Einteilung der Arbeitszeit etwas einfach, allerdings darf maximal 20 Stunden pro Woche nebenberuflich gearbeitet werden. Hauptberuflich ist der Student dazu verpflichtet, genügend Zeit für das Studium aufzubringen. Vollzeit-Studierende, die langfristig mehr als 450 Euro aber nicht mehr als 850 Euro verdienen, zahlen nur auf Freiwilligenbasis in die Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung ein. Sie sind außerdem von der Einkommensteuerpflicht in dieser “Gleitzone” befreit. Diese Befreiung ist aufgehoben, sobald der Verdienst mehr als 850 Euro pro Monat beträgt.

Weiters gibt es eine Einschränkung bei dem Erhalt von Bafög. Hier darf das Jahreseinkommen von 4.880 Euro nicht überschritten werden, da ansonsten eine entsprechende Rückzahlung von zuviel gezahlter Ausbildungsförderung, von dem Bafög-Amt, in Rechnung gestellt wird.

Werkstudentenjob

Als Werkstudent genießt man einige Vorteile. Generell arbeitet man bei einem Arbeitgeber, der deiner Studienrichtung und damit auch deiner späteren Branche entspricht. Dadurch sammelt man schon während dem Studium wichtige Berufserfahrungen, kann seinen Lebenslauf aufbessern und erfährt zudem, ob die Branche überhaupt das Richtige für einen selbst ist. Ein weiteres Plus ist, dass Werkstudenten, nachdem sie ihr Studium abgeschlossen haben, oft übernommen werden und somit eine Vollzeitstelle angeboten bekommen. Die folgende Regeln muss man allerdings beachten, um einen Werkstudentenjob ausüben zu dürfen. Während der Beschäftigungszeit muss man an einer Hochschule oder Universität immatrikuliert sein und darf sich zudem nicht im Urlaubssemester befinden. Außerdem ist es nicht erlaubt mehr als 20 Stunden pro Woche zu arbeiten, außer man arbeitet nachts und am Wochenende.

Teilzeitjob

Wenn man in Teilzeit arbeitet, nutzt man die gleichen Vorgaben und Bedingungen wie Studenten, allerdings fallen, aufgrund der erhöhten Arbeitszeit, höhere Sozial- und Arbeitslosenversicherungsbeiträge, an. Die Teilzeitarbeit kann auf verschiedene Weise organisiert werden. Entweder werden fixe Arbeitszeiten vereinbart, oder es werden flexible Arbeitspläne erstellt – das bedeutet, dass entweder an allen Arbeitstagen pro Woche im Vergleich zur Vollzeitbeschäftigung in reduziertem Umfang gearbeitet wird oder die Anzahl der Arbeitstage ist reduziert, dafür wird aber an den betreffenden Tagen im Umfang eines Normalarbeitsverhältnisses gearbeitet.

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