So einfach können Sie Ihr Gehalt aufbessern – steuerfrei und sozialversicherungsfrei

Wer einen Nebenjob ausübt, macht das in der Regel, um Geld zu verdienen – und damit spielt auch der Verdienst, der sich mit dem Job erzielen lässt, eine große Rolle. Doch auch der Aspekt, durch seinen Job Geld sparen zu können, ist für viele Nebenjobber einen wichtiges Argument, sich für (oder gegen) einen Arbeitgeber zu entscheiden. Denn außer der Höhe des Gehalts es ist für viele Minijobber wichtig, ob und in welcher Höhe ihnen als Mitarbeiter Rabatte gewährt werden.

Mode-Einzelhandel, Elektromärkte, Drogerien, Supermärkte oder Gastronomie: Personalrabatte sind vielseitig – auch im Nebenjob

Wer eine Nebentätigkeit im Einzelhandel ausübt, bekommt Rabatte auf die eigenen Einkäufe – zumindest ist das bei der Mehrheit der Arbeitgeber der Fall. Für die Branche Modeeinzelhandel heißt das, dass die Mitarbeiter sich (oftmals sogar erheblich) günstiger mit ihrer Lieblingsmarke einkleiden können.

Doch nicht nur Mode-Trendsetter freuen sich über günstige Preise: Beispielsweise auch in Drogeriemärkten, Parfümerien, Supermärkten, Kaufhäusern oder in Schmuckgeschäften erhalten die Mitarbeiter oftmals Prozente auf ihre Einkäufe. Und es wird wohl kaum jemanden geben, der nicht in diesen Geschäften einkauft und sich dort nicht über einen mehr oder weniger regelmäßigen Preisnachlass freuen würde.

Auch die Mitarbeiterrabatte in Elektromärkten werden gern genutzt: Zwar kauft man nicht regelmäßig einen neuen PC, Fernseher oder eine HiFi-Anlage, aber auch bei „alltäglichen“ Kleinartikeln wie beispielsweise CD’s, DVD’s, Druckerpatronen, USB-Sticks oder Batterien schätzt es wohl jeder, wenn er sparen kann. Und  auch in vielen Baumärkten, Apotheken, Möbelhäusern oder in Zoohandlungen profitieren die Angestellten beim Einkaufen.

Und natürlich kommen auch all diejenigen in den (im wahrsten Sinne des Wortes) „Genuss“ von Mitarbeiterrabatten, die in der Gastronomie arbeiten – hier stehen den Beschäftigten in aller Regel kostenfreie bzw. vergünstigte Mahlzeiten und Getränke zur Verfügung – und das unabhängig davon, ob in Vollzeit, Teilzeit oder im Nebenjob gearbeitet wird.

Die Rabatte, die die Mitarbeiter bekommen, hängen vom Unternehmen ab – und manchmal sogar vom einzelnen Artikel, der gekauft wird

In der Bekleidungsbranche gehört es quasi zum guten Ton, dass die Mitarbeiter vergünstigt einkaufen können. Bei New Yorker, H&M, C&A und vielen anderen bekommen die Angestellten teilweise sogar Rabatte bis zu 50 Prozent. In Supermärkten sieht das schon anders aus; teilweise gibt es gar keinen Personaleinkauf, andere Einzelhändler bieten ihren Mitarbeitern ab fünf Prozent Nachlass.

Häufig werden einzelne Artikel, für die beispielsweise alle Kunden einen günstigen Angebotspreis bekommen oder die generell preisreduziert sind, vom Personaleinkauf ausgeschlossen – oder zumindest wird für diese Produkte der prozentuale Nachlass heruntergesetzt.

In einigen Unternehmen gibt es auch eine Staffelung, bei der der Rabatt für verschiedene Produktsparten generell unterschiedlich hoch liegt – oder aber es gibt den Mitarbeiterrabatt nur an ganz bestimmten Tagen im Jahr.

Wichtig dabei zu wissen: In der Regel werden Sie nicht vom ersten Tag an einen Rabatt bei Ihren Einkäufen in Anspruch nehmen können, denn bei den meisten Arbeitgebern gibt es diesen Benefit erst nach Ablauf einer bestimmten Beschäftigungsdauer, beispielsweise nach Ablauf der Probezeit.

Rabatte in Höhe von 1.080 Euro pro Jahr sind steuerfrei

Im Grunde sind Rabatte, die den Mitarbeitern eingeräumt werden, steuerrechtlich wie eine zusätzliche Gehaltszahlung anzusehen. Allerdings – und das ist das Positive – wird Ihnen auf Ihre Einkäufe ein Steuerfreibetrag in Höhe von 1.080 Euro pro Jahr gewährt – bis zu diesem Betrag bleiben die Rabatte, die Sie als Mitarbeiter bekommen, steuer- und sozialversicherungsfrei.

Rechnerisch stellt sich das Ganze wie folgt dar: Die Basis bildet der „Normalpreis“ der Ware zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie sie kaufen. Anschließend kann Ihr Arbeitgeber einen Bewertungsabschlag in Höhe von 4 % vom Preis abziehen – daraus ergibt sich der berichtigte Abgabepreis. Aus der Differenz zwischen dem von Ihnen bezahlten Preis und dem berichtigten Abgabepreis ergibt sich der so genannte „geldwerte Vorteil“, der (wie beschrieben) bis zu einem Betrag von 1.080 Euro pro Jahr steuerfrei bleibt.

Tipp Nutzen Sie den Freibetrag so weit wie möglich aus, um Ihr Einkommen durch diese Zuschläge zu erhöhen, aber achten Sie darauf, eine „Kaufpause“ einzulegen, sobald Sie den Freibetrag ausgeschöpft haben. Zum Teil ist auch bereits durch den Arbeitgeber eine Grenze nach oben gesetzt.

Sofern Sie Ihren Nebenjob auf 450-Euro-Basis (also auf Minijob-Basis) ausüben und Rabatte erhalten, die über diesen Freibetrag hinausgehen, müssen Sie aufpassen. Denn Sie dürfen die maximale Verdienstgrenze in Höhe von durchschnittlich 450 Euro im Monat nicht überschreiten, damit der Job steuer- und sozialversicherungsrechtlich seine großen Vorteile behält.

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