Die 8 besten Gründe, die für einen Nebenjob sprechen

Die 9 besten Gründe, um einen Nebenjob anzunehmen
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Geld ist nicht der einzige Grund, um einen Nebenjob auszuüben: Es gibt jede Menge Argumente dafür. Wir nennen Ihnen die acht besten.

Neues Handy oder Notebook, Kleidung, der wohlverdiente Jahresurlaub oder sogar der Autokauf – mit einem Nebenjob lassen sich nicht nur kleine Wünsche erfüllen. Die Überlegung, dass sich mit einem Minijob jeden Monat bis zu 450 Euro hinzuverdienen lassen (im Jahr sind das ganze 5.400 Euro!) macht deutlich, wie lohnenswert ein Zweitjob allein im Hinblick auf die Finanzen sein kann.

Doch weil Geld allein bekanntlich nicht glücklich macht, gibt es noch eine ganze Menge anderer guter Gründe, um nebenbei zu Geld zu verdienen. Wir haben für Sie die acht besten Motive zusammengestellt, die für einen Nebenjob sprechen.

Mehr Geld verdienen – mit einem Minijob ist das (relativ) einfach

Für die meisten steht unbestritten an erster Stelle das Ziel, mit einem Zweitjob das Gesamteinkommen auf relativ simple Weise zu erhöhen. Auf jeden Fall ist diese Methode um einiges einfacher, als eine Gehaltserhöhung im Hauptjob durchzusetzen.

Zwar fließt das zusätzliche Geld nicht automatisch und schon gar nicht ohne Mehrarbeit mit der nächsten Gehaltszahlung aufs Konto, aber ein großer Pluspunkt bei einem Minijob auf 450-Euro-Basis ist, dass der Mehrverdienst im Unterschied zum Gehalt aus dem Hauptjob fast ohne Abzüge ausgezahlt wird.

Wer einmal durchrechnet, welche Gehaltserhöhung er brutto bekommen müsste, um netto 450 Euro mehr auf dem Konto zu haben, wird schnell zustimmen, dass das „Mehr Geld verdienen“ mit einem Nebenjob deutlich einfacher sein kann als über eine Gehaltserhöhung im Hauptjob.

Mal etwas anderes machen und das Selbstwertgefühl steigern: Wenn die Nebentätigkeit beflügelt

Es gibt sehr viele Menschen, die sich Tag für Tag lustlos zur Arbeit schleppen. Für den einen ist es Überforderung, die ihm den Spaß am Job nimmt, während ein anderer in seinem Hauptberuf vor Langeweile fast umkommt. Andere sind genervt vom Chef oder von den Kollegen oder es fehlt einfach die Anerkennung dessen, was man arbeitstechnisch so auf die Beine stellt. Es gibt viele Gründe, warum Arbeitnehmer in ihrem Hauptberuf unzufrieden sind.

Das nagt am Selbstwertgefühl. Ein guter Weg, um sich aufzubauen, könnte darin bestehen, sich eine bestmöglich „erfüllende“ Nebentätigkeit zu suchen. Während für den einen diese Erfüllung im sozialen Bereich liegt, möchte ein anderer sich im Nebenjob austoben und seine sportlichen Qualitäten unter Beweis stellen, der nächste sucht (vielleicht abseits vom Hauptjob im Büro) den Kontakt mit Menschen und geht in den Dienstleistungsbereich oder in den Einzelhandel – wir könnten viele weitere Beispiele dieser Art aufzählen, bei denen der Zweitjob ein Gegengewicht zum Hauptjob bildet – und damit einfach glücklich macht!

Kollegen, Kunden oder Gäste: Menschen kennenlernen

Im Nebenjob Menschen kennenlernen

Grund Nummer drei sind die zwischenmenschlichen Kommunikationsmöglichkeiten, die ein Nebenjob möglich macht. Insbesondere, wenn im Hauptjob der Kontakt zu Arbeitskollegen fehlt oder wenn man als Single noch keine Lust hat, nach Feierabend nach Hause zu gehen (wo ja eh keiner auf einen wartet), ist ein Zweitjob für viele die Rettung.

Im Nebenjob ist man mit ganz anderen Kollegen zusammen, außerdem lässt sich die Nebenbeschäftigung – meist im Gegensatz zum Hauptjob – relativ frei wählen. Viele Aushilfen schätzen gerade den Kontakt mit ihren Kollegen, wenn es nicht so wäre, ließe sich dieser Job auf jeden Fall leichter hinschmeißen als ein Haupterwerb. Und wer, wie bereits erwähnt, gern mit Menschen zusammen ist, fühlt sich unter Umständen in einem nebenberuflichen Einsatzfeld, in dem er mit Kunden oder Gästen zu tun hat, ganz einfach wohler als (allein) zu Haus.

Mitarbeiterrabatte: Gibt es auch für Aushilfen

Dass auch nebenberufliche Mitarbeiter in den Genuss von Rabatten kommen, wenn die hauptberuflich angestellten Kollegen ein Personalrabatt eingeräumt wird, ist eine simple Tatsache – immerhin gilt der Gleichbehandlungsgrundsatz. Dieser Rabatt wird wohl für kaum jemanden der alleinige Grund sein, um einen Nebenjob in einem bestimmten Unternehmen auszuüben, einen echten Zusatzanreiz kann er aber durchaus bieten – man denke nur an den Einzelhandel, wo sich Kleidung und sonstige Produkte zu teilweise merklich günstigeren Preisen einkaufen lassen.

Insbesondere für Schüler: Berufliche Orientierung, Referenzen, Verantwortung…

Schüler mit Nebenjob

Für Schüler gibt es jede Menge Argumente für, aber auch gegen Nebenjobs, wobei die zeitliche Belastung wahrscheinlich das stärkste Contra-Argument darstellt.

Themengerecht jedoch wollen wir uns in diesem Artikel auf die Aufhänger beschränken, die für die Ausübung von Schülerjobs sprechen: Wer zur Schule geht und das Arbeitsleben noch nicht kennengelernt hat, kann mit einem Minijob wichtige Erfahrungen für den Berufseinstieg sammeln. Schüler, die schon nebenbei gearbeitet haben, können meist besser einschätzen, was sie beruflich machen möchten bzw. was sie gar nicht machen möchten. Vielleicht finden sie auf diese Weise auch bereits den Einstieg ins Unternehmen und erleichtern sich die Bewerbung um einen Ausbildungsplatz oder ein duales Studium im Unternehmen.

Andere Argumente für Schülerjobs sind beispielsweise, dass Jugendliche lernen, mit Geld umzugehen (wer sich Geld einmal selbst erarbeitet hat, wird den Wert des Geldes, das man ausgibt, besser zu schätzen wissen). Außerdem verbringen junge Nebenjobber die eingeschränktere Freizeit meist viel bedachter und nicht zuletzt stärkt es das Verantwortungsbewusstsein und die Selbstständigkeit, wenn man bereits mit professionellen Aufgaben betraut war.

Für viele Rentner geht es um mehr als nur den Zusatzverdienst

In den vergangenen Jahren ist es für immer mehr Rentner zur gängigen Praxis geworden, nicht einfach nur die Füße hoch zu legen, sondern auch nach dem Renteneintrittsalter weiterzuarbeiten - und selbst wenn es „nur“ eine Nebenbeschäftigung ist, der sie nachgehen.

Doch längst nicht alle Senioren, die noch arbeiten gehen, machen das aus Geldgründen (auch wenn unbestritten die Altersarmut ein immer größeres Thema wird). Viele ältere Menschen möchten einfach noch nicht zum alten Eisen gehören, eine Aufgabe haben und sich auf diese Weise nach wie vor nützlich und bestätigt fühlen. Bei Rentnern, deren Partner noch arbeitet, hat ein Nebenjob den Zusatzeffekt, dass der Tag sich leichter „verplanen“ lässt (und damit sinnlose Aktivitäten á la Loriot in „Papa ante Portas“ gleich ausgeschlossen werden).

Und nicht zuletzt: Insbesondere bei „Neurentnern“ kann sich, nachdem die ersten arbeitsfreien Wochen noch in vollen Zügen genossen wurden, die arbeitsfreie Zeit zu einer echten psychischen Krise entwickeln. Mit einer Nebentätigkeit fällt manchen der endgültige Abschied vom Hauptjob um einiges leichter und sie fühlen sich nicht einfach „ausgemustert“. Dazu passt auch, dass einige ältere Menschen ihre freie Zeit dazu nutzen, um sich ehrenamtlich zu engagieren – dabei geht es dann meist überhaupt nicht ums Geld verdienen, sondern darum, etwas Sinnvolles für andere Menschen zu leisten.

Der Nebenjob als Einstieg in den Hauptjob

Arbeitspause für die Kindererziehung, aus Krankheitsgründen oder weil man arbeitslos wurde - es gibt unterschiedliche Anlässe, warum Menschen längere Zeit nicht am Arbeitsleben teilgenommen haben. Wer länger nicht gearbeitet hat, findet meist nicht so einfach den Wiedereinstieg in einen Hauptjob wie jemand, der nur kurz pausiert hat.

Auch für diejenigen, die im Grunde einen Fulltime-Job suchen, kann es sinnvoll sein, zunächst die Rückkehr ins Arbeitsleben mit einer Nebentätigkeit zu starten: Es gibt etliche Beispiele, bei denen Arbeitnehmer ihren Hauptjob über diesen Umweg gefunden haben.

Eine solche Entwicklung kann sogar so weit gehen, dass der Nebenjob der Einstieg in eine firmeninterne Karriere ist: Beispielsweise auf den Karriereseiten von Das Depot berichten verschiedene Filialleiterinnen, dass sie als Aushilfe im Unternehmen eingestiegen sind.

„Mit bester Empfehlung“: Auch Nebenjobs bringen Zeugnisse und Referenzen

Ob Schüler oder Student, Hausfrau, Angestellter oder Arbeitsloser: Egal in welcher Lebenslage man gerade sein mag: Die Referenzen und die Arbeitszeugnisse, die sich durch eine Nebentätigkeit buchstäblich erarbeiten lassen, können bei späteren Bewerbungen ein echter Wettbewerbsvorteil sein.

Tipp Wer einen Nebenjob ausgeübt hat, hat Anspruch auf ein Arbeitszeugnis – eine Referenz dagegen können (und sollten) Sie keinesfalls erzwingen.

Beide sind ähnlich, trotzdem ist eine „Referenz“ etwas anderes als ein „Arbeitszeugnis“. Ein Zeugnis beurteilt vor allem die fachliche Eignung in dem jeweiligen Arbeitsgebiet, in dem der Arbeitnehmer tätig war. Eine Referenz dagegen ist eine persönliche Empfehlung durch eine Kontaktperson – entweder durch ein Empfehlungsschreiben oder aber, indem der Bewerber die Referenz in seinem Lebenslauf angibt und damit seinem potentiell nächsten Arbeitgeber die Möglichkeit gibt, mit der angegebenen Referenz in Kontakt zu treten.

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