Online Geld verdienen: Wir haben den Test gemacht

Online Geld verdienen: Wir haben den Test gemacht
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Webseiten testen und damit online Geld verdienen: Das sollten Sie wissen, wenn Sie sich mit diesem Job etwas hinzu verdienen möchten.

Nach wie vor gibt es zahlreiche Menschen, die nach Möglichkeiten suchen, um im Internet Geld zu verdienen. In unserem Artikel Heimarbeit am PC – Online Geld verdienen haben wir eine Menge dieser Tätigkeiten aufgeführt. In diesem Artikel berichten wir über unsere Erfahrungen, die wir als Tester von Webseiten mit dem Unternehmen testCloud gemacht haben.

Registrieren und online Geld verdienen – funktioniert das wirklich?

testCloud ist eine Internetseite, auf der sich Internetnutzer registrieren und Webseiten online gegen eine Bargeldvergütung testen können. Die Tester müssen nicht zwangsläufig Websitespezialisten sein, es können auch ganz normale User testen. Allerdings sollte man schon in der Lage sein, eine Webseite beschreiben zu können.

Die Registrierung bei testCloud ist kostenfrei. Um zu passenden Tests eingeladen zu werden, müssen bei der Registrierung alle Geräte, mit denen man testen möchte inklusive der jeweiligen Betriebssystemversion angegeben werden. Einen „Einstellungstest“ gibt es zwar nicht, es wird aber ausdrücklich darauf hingewiesen, die Informationen in der so genannten „Academy“ zu lesen, bevor man seinen Job als Tester in Angriff nimmt. In der Academy von testCloud wird beschrieben, was beim Testen bzw. beim Melden von Fehlern auf Webseiten alles beachtet werden muss.

Das „Job“-Angebot: Was wird getestet und welche Aufgabe übernimmt der Online-Tester?

Getestet werden vor allem Webseiten, ferner auch Apps. In einigen Fällen soll nur die Desktopversion getestet werden, ebenso ist es möglich, dass auch ausschließlich die mobile Version einer Website getestet werden soll. Bei vielen Webseiten ist es möglich, sowohl die Desktopversion als auch die mobile Version zu testen.

Aufgabe des Testers ist es, eine Webseite auf Fehler („Bugs“) zu durchsuchen. Oft dürfen zusätzlich Usability-Vorschläge gemacht werden, das sind konkrete Vorschläge, um die Benutzerfreundlichkeit einer Website zu verbessern. Seltener stehen Rechtschreibung und Grammatik zur Prüfung.

InfoGelegentlich gibt es Tests, bei denen Bugs und Usability-Vorschläge auf Englisch eingereicht werden müssen. Zu 90% ist jedoch die Testsprache Deutsch.

Wer als Tester Online Geld verdienen möchte, sollte die Einladungen zeitnah annehmen

Die Einladungen zu den Tests erfolgen per E-Mail und sind unverbindlich, sprich: Der Tester entscheidet bei jeder Einladung selbst darüber, ob er an dem Projekt teilnehmen möchte oder nicht. Wir bekamen fast täglich Einladungen, häufig sogar mehrere pro Tag. Besonders viele Einladungen kamen gegen Ende der Woche (an Donnerstagen und Freitagen). Diese Einladungen betreffen Testläufe, die sich über das Wochenende erstrecken.

TippWer als Tester online Geld verdienen möchte, sollte möglichst bald die Teilnahme an einem Test bestätigen, denn es kann vorkommen, dass alle freien Plätze für Tester schnell vergeben sind.

Wie lange dauert ein Test, bis er abgeschlossen ist?

Eine Testphase kann 12 Stunden lang sein oder sich manchmal sogar über mehrere Tage erstrecken – die Zeitspanne variiert von Test zu Test. Wie bereits erwähnt, gibt es jede Woche Testläufe, die sich über das ganze Wochenende von Freitag oder Samstagvormittag bis Montag erstrecken. Auf der Webseite von testCloud wird bei jedem Test genau angezeigt, wie viele Tage, Stunden und Minuten zum Testen noch verbleiben. Auch die Zeit bis zum Beginn eines Tests wird minutengenau angezeigt.

TippUm für Fehler, die man entdeckt, Geld zu erhalten, sollte man möglichst frühzeitig mit einem Test beginnen. Am besten sofort nach dem Start des Tests, da (natürlich) auch andere Tester am gleichen Testlauf teilnehmen und keine Bugs gemeldet werden können, die zuvor schon ein anderer Tester gemeldet hat.

Mit der Meldung von Bugs online Geld verdienen

Bei der Meldung eines Fehlers müssen zwingend bestimmte Angaben gemacht werden, denn ansonsten kann der für den Test zuständige testCloud-Moderator die Meldung nicht akzeptieren. Neben der Beschreibung des Fehlers müssen die detaillierte URL, auf der der Fehler auftaucht und zusätzlich alle Schritte, die zum Bug führen, angegeben werden. Weiterhin ist auch die Info über den Browser, in dem der Fehler sichtbar wurde, erforderlich (all diese Angaben sind übrigens ebenso beim Einreichen eines Usability-Vorschlags zu machen). Jede Fehlermeldung muss mit einem Screenshot belegt werden; bei komplexeren Fehlern wird ein Screencast (also ein Bildschirmvideo) verlangt. Für die Erstellung von Screencasts gibt es verschiedene kostenfreie Programme im Internet, mit denen sich der Bildschirm ohne viel Aufwand filmen lässt. Zum Testen ist also kein spezielles Equipment erforderlich.

Die Voraussetzungen, damit Bug-Meldungen und Usability-Vorschläge honoriert werden

Die Vergütung bei testCloud erfolgt nicht als Pauschale, sondern es wird pro gefundenen Fehler bezahlt. Deshalb gilt: Je mehr Bugs in einem Test gefunden werden können, desto höher ist die Vergütung – vorausgesetzt allerdings, dass die eingereichten Bugs vom Moderator sowie vom Betreiber der zu testenden Website akzeptiert werden. Dies ist der Fall, wenn der Fehler…

  • zuvor nicht bereits von einem anderen Tester während des gleichen Testlaufs gemeldet wurde,
  • reproduzierbar ist,
  • dem Betreiber der zu testenden Website nicht bereits bekannt ist
  • in einem Bereich der Webseite auftritt, der getestet werden soll (oft sollen nämlich nur bestimmte Bereiche einer Webseite getestet werden)

Falls nicht alle erforderlichen Angaben gemacht worden sind (detaillierte URL, Schritte, die zum Bug führen, Screenshot/Screencast etc.), erhält der Tester eine Rückfrage mit der Aufforderung, die fehlenden Angaben zu ergänzen.

Auch bei Usability-Vorschlägen müssen all diese Kriterien beachtet werden, damit der Vorschlag vom Moderator bzw. vom Websitebetreiber angenommen werden.

TippWenn der Tester der Meinung ist, dass „sein“ Bug oder sein Usability-Vorschlag zu Unrecht abgelehnt wurde, kann er nach Beendigung des entsprechenden Testlaufs eine Revision beantragen.

Konkret: Wie viel Geld verdienen Sie mit diesem Onlinejob?

Die Höhe der Vergütung hängt von der Bedeutung des gemeldeten Fehlers ab. Hier wird zwischen Low Bugs, High Bugs und Critical Bugs unterschieden. Zu den Low Bugs gehören unter anderem fehlerhafte Links, fehlende Bilder sowie sonstige kleinere Fehler die sich auf die Navigation nicht besonders auswirken. Sie kommen mit Abstand am häufigsten vor. Critical Bugs sind Fehler, die sich auf die komplette Navigation durch die Webseite auswirken, hierzu zählen beispielsweise Abstürze – sie sind selten. Auf der Skala zwischen Low und Critical stehen die High Bugs. Bei der Meldung muss der Tester immer angeben, zu welcher der drei Kategorien der jeweilige Bug seiner Meinung nach gehört. Sollte dieser vom Tester in die falsche Kategorie eingeordnet worden sein, wird er vom Moderator in eine niedrigere oder höhere Kategorie verschoben (auf die Bezahlung wirkt sich das entsprechend positiv oder negativ aus).

Die Vergütung bei einem Low Bug liegt normalerweise zwischen 2,00 und 2,50 Euro, bei einem High Bug zwischen 4,00 und 4,50 Euro und bei einem Critical Bug zwischen 6,00 und 6,50 Euro. Bei vereinzelten Tests kann die Vergütung jeweils höher liegen. In solchen Fällen würde man für einen Critical Bug um die acht Euro bekommen.

Usability-Vorschläge werden niedriger vergütet als gefundene Fehler. In den meisten Fällen bekommt man dafür zwischen 1,00 und 1,50 Euro.Das Melden von Rechtschreib- und Grammatikfehlern wird mit lediglich 20-50 Cent vergütet.

Der gesamte Verdienst für einen Test hängt also von der Menge der gemeldeten und akzeptierten Bugs bzw. Usability-Vorschläge ab. Im schlimmsten Fall findet man nur wenige Bugs und alle werden abgelehnt, im günstigsten Fall findet man viele Bugs, die auch alle angenommen werden. Zwischen 0,00 Euro und bis zu 30 Euro pro Test ist also alles möglich.

Unser Fazit: Online Geld verdienen als Webseiten-Tester

Insgesamt lässt sich mit testCloud aufgrund der sehr zahlreichen Einladungen zu Tests durchaus ein ansehnlicher Nebenverdienst erzielen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass man regelmäßig an Tests teilnimmt und sich an die Vorgaben bei der Meldung von Bugs hält. Unser Test hat gezeigt, dass sich durchschnittlich zwischen 100 und 150 Euro im Monat mit testCloud verdienen lassen, obwohl wir im Rahmen des Tests nur 40-50% der Einladungen angenommen haben. Damit ist TestCloud unserer Meinung nach für einen regelmäßigen Nebenverdienst faktisch geeignet.

Der Knackpunkt bei testCloud ist, dass sich schnell Frustration breitmachen kann, wenn einmal zu viele Bugs abgelehnt werden. Dann muss es gelingen, sich trotzdem weiter zu motivieren. Wenn dagegen viele Bugs akzeptiert wurden, ist das sehr befriedigend und der Spaß an der Sache ist (wieder) gesichert.

Ein positiver Nebeneffekt bei diesem Job ist, dass (außer, dass sich auf diese Weise Online Geld verdienen lässt) sich Webseiten entdecken lassen, die auch inhaltlich sehr interessant sind.

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