Geld verdienen als Samenspender

Samenspender
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Auch wenn Sie als Samenspender in Deutschland ganz legal einen Nebenverdienst erzielen können, sollte nicht ausschließlich der finanzielle Anreiz im Vordergrund stehen.

Beim Samenspenden handelt es sich um einen seriösen und verantwortungsvollen Weg, um kinderlosen Paaren zum Wunschkind zu verhelfen. Denn für Paare mit unerfülltem Kinderwunsch ist es ein Segen, dass es diesen Nebenjob gibt und dass andere mit Samenspenden Geld verdienen können - es besteht also kaum ein Grund, nicht darüber zu reden.

Dennoch lässt sich nicht verleugnen, dass bei diesem Nebenverdienst die Frauen eindeutig benachteiligt sind. Denn es liegt in der Natur der Sache, dass nur Männer in der Lage sind, als Samenspender Geld verdienen zu können bzw. diese Tätigkeit aktiv auszuüben.

Die Samenspende in Deutschland ist seit rund 30 Jahren legal

Samenspende in Deutschland - das war längst nicht immer erlaubt. Erst seit den 1980er-Jahren ist es auch hierzulande legitimes Mittel, kinderlosen Paaren mit seinem Sperma eine künstliche Befruchtung zu ermöglichen.

Wie hoch ist der Verdienst, den Sie als Samenspender erzielen können?

Der Verdienst ist gut, hängt aber auch vom Institut ab, für das Sie tätig werden. Als Faustregel können Sie von einem Verdienst von rund 80 bis 100 Euro pro Spende ausgehen. Allerdings wird der Verdienst meist nicht in einer Summe ausgezahlt. Einen Teil (meist den kleineren) bekommen Sie direkt nach Abgabe der Spende, die Restbeträge erhalten Sie in einer Summe nach Abschluss des Spendenzyklus.

Rein rechtlich handelt es sich bei dem Verdienst um eine „Aufwandsentschädigung“, die damit für Sie einen steuerfreien Nebenverdienst darstellt.

Voraussetzungen, die Sie für diesen „Job“ erfüllen müssen

Vor dem Geld verdienen steht, dass Sie sich als Samenspender bei einer Samenbank bewerben und auch angenommen werden. Denn wenn Sie auf diese Weise Geld verdienen möchten, werden (unter anderem auch bedingt durch gesetzliche Regelungen) verschiedene Anforderungen an Sie gestellt.

  • Eine Voraussetzung betrifft das Alter: Das Mindestalter als Samenspender liegt in der Regel bei 20 Jahren. Wer älter als 40, manchmal auch maximal 50 Jahre alt ist, gehört in der Branche schon zum alten Eisen.
  • Als Spender dürfen Sie keine Erbkrankheit oder Gendefekte haben und müssen außerdem bei bester Gesundheit sein – eine gesunde Lebensweise ist Pflicht. Wer beispielsweise übermäßig raucht oder Alkohol trinkt, wird als Bewerber ausgeschlossen. Und auch, wer dauerhaft Medikamente einnehmen muss, ist für diesen Job nicht geeignet.
  • Die Spermiendichte muss stimmen – und das ist übrigens nur bei etwa jedem achten Mann der Fall.
  • Auch Ihre Persönlichkeit und Ihr Charakter entscheiden darüber, ob Sie letztlich wirklich für diesen Job geeignet sind.

Der Ablauf: Als Samenspender werden Sie nicht nur einmalig tätig

Eines vorweg: Dieser Nebenverdienst ist nicht zum einmaligen Auffrischen der Haushaltskasse ausgelegt. Denn nachdem Sie erst einmal alle medizinischen Checks durchlaufen haben und akzeptiert wurden, wird von Ihnen erwartet, dass Sie über einen gewissen Zeitraum regelmäßig zur Verfügung stehen. Je nach Samenbank ist eine minimale Anzahl an Spenden vorgeschrieben.

Nach Abschluss eines Spendenzyklus können Sie gegebenenfalls (das hängt vom Institut ab) eine weitere Spendenreihe starten. Die Gesamtzahl der Kinder, die mit Ihrem Sperma gezeugt werden, ist allerdings bei allen Samenbanken begrenzt – irgendwann müssen Sie diesen Nebenverdienst also komplett aufgeben.

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Sie möchten Samenspender werden? Auf diesem 2-Minuten-Video schaut der Münchener Merkur hinter die Kulissen einer Samenbank in München.

Wo können Sie als Samenspender tätig werden?

Ihr „Arbeitgeber“ bei diesem Job ist eine Samenbank, denn diese vermitteln befruchtungsfähiges Sperma an Paare mit Kinderwunsch – rund 15 dieser Institute gibt es in Deutschland.

Es gibt auch Männer, die ihre Samenspende privat Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch anbieten. In diesem Fall läuft alles direkt, also ohne die Vermittlung über eine Samenbank. Wer diesen Weg wählt, sollte sich bewusst machen, dass alle vertraglichen Vereinbarungen bzw. Regelungen mit den Eltern selbst getroffen und selbst zu verantworten sind.

Gehen Sie ein rechtliches Risiko ein?

Spätestens seit im Februar 2013 ein Gericht das Urteil fällte, dass ein durch Spermaspende gezeugtes Kind das Recht hat, seinen biologischen Vater in Erfahrung zu bringen, fragen sich viele Spender, welches rechtliche Risiko sie mit ihrer Tätigkeit eingehen.

Rein rechtlich wurden Vorkehrungen getroffen, um den Samenspender vor eventuellen Unterhaltszahlungen an sein biologisches Kind zu schützen. So ist es zum Beispiel nicht möglich, dass der so genannte soziale Vater später einmal die Vaterschaft anfechten kann. Außerdem schließen die Institute erwartungsgemäß nicht nur mit dem Spender, sondern auch mit den Eltern einen Vertrag. In diesem wird geregelt, dass die Eltern für die (rein theoretisch) möglichen Forderungen des Kindes gegenüber seinem genetischen Vater eintreten. Das ist wichtig, denn es gibt in Deutschland zurzeit kein Gesetz, das die Spender grundsätzlich von Ansprüchen auf die Zahlung von Unterhalt freistellt.

Seit 2007 ist es übrigens gesetzlich vorgeschrieben, dass Samenbanken die Spenderunterlagen 30 Jahre lang aufbewahren müssen. Trotzdem haben die sozialen Eltern keinen rechtlichen Anspruch darauf, die Identität des Spenders in Erfahrung zu bringen. Dies kann lediglich das Kind selbst – und das auch erst, nachdem es 18 Jahre alt geworden ist

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