In 25 Tagen 600 Euro: So lässt sich mit dem Handy und den richtigen Jobs schnell Geld verdienen

In 25 Tagen 600 Euro: Schnell Geld nebenbei verdienen
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Andreas M. aus Berlin erklärt uns in einem Interview, wie er es geschafft hat, in weniger als vier Wochen 600 Euro zu verdienen

Wie viel Geld lässt sich mit dem Handy und den – noch relativ neuen – Mikrojobs nun wirklich verdienen? Über diese Frage haben natürlich auch wir uns Gedanken gemacht und bereits einiges an Hintergrundwissen in Erfahrung bringen können.

In den letzten Wochen nun häuften sich die Meldungen, dass sich mit den kleinen Aufgaben nebenbei auch deutlich mehr als „nur ein bisschen“ Geld verdienen lässt. Das Team von Streetspotr hat es uns ermöglicht, dass wir mit dem Rekord-Streetspotr des Monats März ein Interview führen konnten. Andreas M. aus Berlin, der sich direkt nach seinem Start mit der Streetspotr-App schnell einmal 600 Euro nebenbei verdient hat, gibt uns interessante Einblicke in die neue Welt der Mikrojobs.

Könnten Sie sich unseren Lesern kurz vorstellen?

Hallo, mein Name ist Andreas, ich bin Anfang 30 und lebe nun seit gut 10 Jahren in Berlin. Als Landkind kam ich zum Studieren in die Stadt und blieb dank der zahlreichen Annehmlichkeiten und nicht zuletzt der Arbeit wegen.

Haben Sie einen Nebenjob gesucht oder wie sind Sie auf die App von Streetspotr aufmerksam geworden? 

Ich habe nicht nach einem Nebenjob gesucht. Ich spiele seit etwa anderthalb Jahren ein Augmented Reality Spiel (Ingress), bei dem man die Spielzüge draußen vor Ort, ähnlich einer Geo-Caching-Schnitzeljagd durchführt. Die Navigation durch die Stadt, zu Fuß, mit dem Smartphone in der Hand ist mir daher sehr vertraut gewesen und hat mir den Einstieg, zumindest was die Orientierung in der Stadt angeht, sehr erleichtert.

Empfohlen hat mir die App ausgerechnet ein Mitglied aus der gegnerischen Mannschaft bei Ingress. Vielleicht hat er gehofft, dass ich mich mehr dem Spotten widme und er leichteres Spiel hat. Vielleicht hat er sich auch nur gefreut, die App weiterempfehlen zu können. Wir sind eine recht verschworene Gemeinschaft, obwohl wir im Spiel Kontrahenten sind.

Das gleiche gilt übrigens auch für Streetspotr. Im Grunde konkurrieren alle Teilnehmer um die besten Spots. Umso überraschter war ich über den durchweg freundlichen Umgang miteinander innerhalb der Community und die vielen Tipps, die sich die Leute gegenseitig geben. Meine Anfängerfragen über die ich heute schmunzeln muss wurden alle schnell von meinen Mitstreitern beantwortet.

Wie lange sind Sie schon Streetspotr?

Ich bin seit dem 5. März 2015 dabei.

Wie sind Sie zu den verschiedenen Einsatzorten gekommen? Haben Sie ein Auto, einen Motorroller oder ein Fahrrad zur Erledigung der Aufgaben benutzt? 

In Berlin ist der öffentliche Nahverkehr sehr gut ausgebaut. Tatsächlich erreiche ich die meisten Spots mit Bussen. Es gab auch einen Tag, an dem Spots entlang einer U-Bahnlinie zu finden waren und ich immer nur einige Stationen zwischen den Einsatzorten zurücklegen musste. Bei Spots direkt in meinem Kiez schwinge ich mich aufs Fahrrad.

Waren unter den Aufgaben, die Sie übernommen haben, auch solche, die mehrmals in Folge erledigt werden konnten?

Ja, solche Spots gibt es. Beispielsweise habe ich in meiner ersten Streetspotr Woche das Ketchup-Sortiment in einer Supermarktkette fotografiert. Diesen Spot ließ sich in verschiedenen Filialen durchführen – allerdings nur einmal pro Filiale. Dass man die gleiche Aufgabe mehrmals an ein und derselben Stelle ausführen kann, habe ich noch nicht erlebt.

Gab es auch Jobs, mit denen Sie von Zuhause aus Geld verdienen konnten? Wenn ja: Können Sie uns ein kurzes Beispiel schildern?

Es gibt zahlreiche Spots, die man von Zuhause aus erledigen kann. Überrascht war ich über die Bastel-Spots. Hier können Bastelfreunde ihre Arbeiten mit Fotos, manchmal auch mit einem kurzen Video dokumentieren und bekommen dafür Geld. Leute die gern kochen, können sich auf dieselbe Weise etwas Geld dazuverdienen. Beides liegt mir leider nicht.

Stattdessen habe ich kürzlich eine App getestet und dafür 5 Euro erhalten. Hierzu habe ich die App heruntergeladen und bekam zunächst die Aufgabe, frei in der App herumzustöbern. Es gab ein paar Fragen zum ersten Eindruck und zum Handling der App. Dann wurden konkrete Aufgaben gestellt. Ich sollte ein paar Menüs aufsuchen, öffnen und anschließend bewerten, wie leicht diese zu finden waren und ob mir die Funktionalität gefallen hat. Anschließend sollte ich frei formulieren, was mir an der App gefallen und was mich gestört hat. Zum Abschluss sollte eine Rezension im AppStore/Playstore geschrieben und die App bewertet werden. Insgesamt doch recht umfangreich, aber für 5 Euro und ohne Anfahrtsweg absolut in Ordnung.

Sie haben eine wirklich tolle Leistung hingelegt und haben sehr schnell 247 Spots bearbeitet. Gab es unter diesen Spots Aufgaben, die Ihnen besonders gut gefallen haben?

Als ich mit Streetspotr angefangen habe, wurden gerade sogenannte Mystery-Shopping Spots gestartet, bei denen man als Testkäufer verdeckt eine Schachtel Zigaretten einer bestimmten Marke kaufen kann und dabei insgesamt 9 Euro verdienen konnte. Darin enthalten war die Erstattung der gekauften Zigaretten plus die Vergütung für den Spot. Neben dem Kauf einer Schachtel sollte man dokumentieren, ob man ein bestimmtes Promotion-Material dazubekommt und dieses neben der Zigarettenschachtel und der Quittung abfotografieren. Ich mag diese Spots sehr und habe viele davon in den ersten Wochen erledigt. Man sollte fairerweise sagen, dass in den 600 verdienten Euro circa 150 Euro für die vorgestreckten Zigaretten enthalten sind.

Darüber hinaus gibt es in Berlin, Hamburg und München die Möglichkeit, Friseure, Kosmetik- und Nagelstudios mit Adresse, Telefonnummer und einer Außenaufnahme in so genannten Meldespots in die Streetspotr-App einzutragen. Hierzu empfiehlt es sich, im Laden freundlich nach einer Visitenkarte zu fragen, da dort alle benötigten Informationen schnell zum Abtippen zu finden sind. Hier entspann sich mancher Smalltalk oder ich erntete fragende Blicke, wenn ich in vietnamesischen Nagelstudios oder Kosmetikstudios im tiefsten Neukölln nach einer Visitenkarte fragte. Aber was tut Man(n) nicht alles für sein Geld. Natürlich können wir nicht alle Salons der Stadt melden und damit, was in Berlin durchaus möglich wäre, ein Vermögen verdienen. In der App sind bereits viele Salons verortet, aber eben nicht alle. Gerade kleinere Friseursalons und Nagelstudios sind noch nicht bekannt und so heißt es bei jeder Tour durch die Stadt: Adleraugen auf! Letztendlich ich habe das meiste Geld mit diesen Spots verdient.

Bei einem Spot musste man sprichwörtlich zum Detektiv werden. Die Aufgabe war, einen günstigeren Preis von Drogerieartikeln zu suchen, als man ihn in der angegebenen Drogeriekette bezahlt. Also bin ich zum Laden um die Ecke und habe mir willkürlich 20 Produkte herausgesucht und deren Preise notiert. Danach bin ich in die umliegenden Discounter und einen weiteren Drogeriemarkt gegangen und habe dort diese Produkte gesucht und die Preise verglichen. Tatsächlich habe ich drei Produkte gefunden, die günstiger waren als in der angegebenen Filiale und habe damit 600 der so genannten StreetPoints verdient.

Das ist eine Punktewährung in der App, die einen in der Rangliste steigen lässt. Geld gab es hier nicht, ich nehme aber nun an einer Gutscheinverlosung teil. Bei Streetspotr gibt es eben auch Spots ohne Bezahlung. Hier geht es entweder darum, sich generell mit der App vertraut zu machen oder Studien mit Daten zu unterstützen, um beim Kunden neue Aufträge, sprich bezahlte Spots zu generieren. Es gibt auch Punkte-Spots zum reinen Vergnügen, wie unser beliebtes Montagsrätsel.

Auf was achten Sie bei der Spot-Auswahl als Erstes: Beispielsweise auf den Verdienst, ob sich der Spot mehrfach erledigen lässt oder ob sich die Aufgabe in der unmittelbaren Nähe ausführen lässt?

Man sollte sich als angehender Streetspotr mit dem Gedanken anfreunden, dass man sich bewegen muss. Entweder nimmt man die Spots mit, die an den Strecken liegen, die man ohnehin täglich abfährt. Oder man nimmt weitere Strecken in Kauf.

Bei mir hängt es einerseits davon ab, wie hoch die Vergütung der Aufgabe ist, aber auch, ob in der Nähe noch ein weiterer Spot zu finden ist. Für zwei kleine oder einen großen Spot mache ich dann gern einen Abstecher.

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in meiner Stadt kann ich an die meisten Spots recht zielgenau und schnell erreichen. Ich habe auch schon von Spotrn gelesen, die Spots zum Anlass für eine Fahrradtour nahmen und das Angenehme mit dem Praktischen verbanden. Viele Wege führen zum Spot ;-)

Wer solch eine Leistung hinlegt, der muss sich nach seinem Geheimnis fragen lassen. Haben Sie eines oder glauben Sie, dass jeder, der fleißig und clever ist, das ebenfalls schaffen könnte?

Ich denke, es gibt keine großen Geheimnisse, lediglich die Faktoren Zeit und Gelegenheit. Je mehr Zeit man bereit ist, fürs Spotten zu investieren, umso mehr Geld kann man hier verdienen. Man wird nicht reich dabei, aber ein paar kleine Extras kann man sich davon auf jeden Fall leisten.

Daher sollte man vor allem auch mit Spaß bei der Sache sein und den Nervenkitzel mögen, wenn es darum geht, die Augen nach interessanten oder sehr lukrativen Spots auf zu halten. Nicht immer wenn ich Zeit habe, gibt es etwas zu erledigen und nicht immer kann ich raus, wenn interessante Spots auf der Karte auftauchen. Letzten Samstag sind mir einige Euro durch die Lappen gegangen, weil ich am Wochenende halt gern ausschlafe. Als ich vormittags aufstand, waren schon alle Wochenendspots von meinen Mitstreitern erledigt – und es gab diesmal richtig viele! Der frühe Vogel war hier klar im Vorteil.

Ich verdiene das meiste Geld unter der Woche. Wenn es genügend Spots in einer Gegend gibt, lege ich mir anhand der Übersichtskarte eine Route fest und fahre diese dann ab.

Glück hatte ich einmal, als direkt vor meiner Nase ein Spot auftauchte bei dem es darum ging, die Verkaufsfläche eines Sportartikelherstellers in einem Kaufhaus zu fotografieren und anschließend den Betreuer der Marke zu interviewen. Den Spot gab es nur einmal in Berlin und ich habe ihn ergattert. 20 Minuten Arbeit, 6 Euro leicht verdient.

Was würden Sie Steetspotrn raten, die jetzt anfangen möchten, mit der App Geld zu verdienen? Haben Sie ein paar Tipps für unsere Leser?

Zunächst sollte man, wie bereits angedeutet, nicht nur das Geld im Auge haben sondern das Spotten als Hobby betreiben, das vor allem Spaß macht. Man sollte motiviert nach draußen gehen und Lust haben, neue Gegenden zu erkunden.

Weiterhin braucht man ein Smartphone mit etwas Datenvolumen und ein PayPal-Konto. Den Umgang mit der App kann man mit den so genannten „Sehenswürdig“-Spots erlernen. Hierbei fotografiert man Sehenswürdigkeiten und macht sich mit dem Aufnahmen und Hochladen der Fotos in der App und dem Ausfüllen der Fragemasken vertraut, was man dann bei den bezahlten Spots anwendet. Um Datenvolumen zu sparen, kann man die Spots auch zu Hause im WLAN hochladen.

Ansonsten gibt’s einige Utensilien, die den Amateur vom Profi unterscheiden:

Erstens: Bequeme Schuhe. Auch wenn man in der Stadt viele Spots mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen kann, ist man doch recht viel zu Fuß unterwegs. Ich trage besonders gedämpfte Laufschuhe.

Zweitens: Externer Akku. Nichts ist ärgerlicher, als wenn - nachdem das Smartphone den ganzen Tag gelaufen ist - am Nachmittag interessante Spots reinkommen und die Energie zur Neige geht. Externe Akkus, auch Powerbanks genannt, gibt es mittlerweile sehr günstig und in großer Vielfalt im Fachhandel oder im Internet.

Drittens: Schokoriegel und eine Flasche Wasser. Wenn man den ganzen Tag auf Arbeit zugebracht hat und anschließend noch zwei oder drei Stunden Spotten geht, kann einem leicht die Puste ausgehen. Für die meisten Spots muss man aber voll konzentriert sein. Denn egal ob Preisvergleiche, Werbeaufsteller in Läden suchen oder Eindrücke im Freitext schildern: Zu schlechte Ergebnisse werden auch abgelehnt!

Viertens: Einen Regenschirm oder einen Gefrierbeutel. Hat man keinen Schirm dabei und es gehen einem im Regen die Tempotaschentücher zum Trockenwischen des Displays aus, kann man das Smartphone in einen Gefrierbeutel packen – es lässt sich dann trotz Nässe von oben problemlos weiter nutzen.

Ich kann jedem nur raten, die App selbst einmal auszuprobieren. Wenn Fragen aufkommen, ist der Support sehr schnell bei der Lösung behilflich. Die meisten Anfängerfragen können wir jedoch bereits in der Community beantworten.

Wer nun mehr erfahren möchte über diese Verdienstmöglichkeit, besucht am besten die Webseite Streetspotr.com

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