Egal, ob jung oder alt: Es gibt nicht wenige Menschen, die mit diesem Modeljob Geld verdienen

Viele Menschen – gerade junge Mädchen, aber auch viele junge Männer, träumen davon, als Model zu arbeiten. Dabei geht es längst nicht allen allein darum, hochbezahltes Topmodel oder Laufstegmodel zu werden. Viele gehen auch den – zugegebenermaßen – realistischeren Weg und interessieren sich dafür, im Nebenjob als Model für Kataloge oder Werbeprospekte tätig zu werden.

Denn für die Produktion der Kataloge von beispielsweise Otto, Quelle, Neckermann etc. und für die regelmäßig erscheinenden Werbeprospekte von Aldi, Karstadt, Tchibo, Peek & Cloppenburg usw. werden nicht (ausschließlich) Top-Models gesucht, sondern oftmals auch „Normalsterbliche“, die sich durch Offenheit und eine natürlich gute Ausstrahlung auszeichnen.

Viele Nebenjob-Suchende wissen das und würden sich gern als „Normalo-Model“ betätigen. Was sie aber nicht wissen ist, wie sie einen Nebenjob als Werbemodel oder Katalogmodel finden können bzw. was sie dafür können müssen – das zeigen nicht zuletzt auch die vielen Fragen, die an unsere Redaktion gestellt werden: „Wie kann ich Model beim Otto-Katalog werden?“, „Kann ich für H&M als Werbemodel arbeiten?“ oder „Darf ich auch als Model für Werbung arbeiten, wenn ich noch nicht 16 bin?“.

Diese Anfragen, die die Redaktion von nebenjob.de regelmäßig erreichen, haben wir aufgegriffen, um Ihnen diesen Nebenjob ein wenig näher zu bringen.

Welche Voraussetzungen müssen Sie als Werbemodel bzw. als Katalogmodel erfüllen?

Eines vorweg: Für den Einsatz als Werbemodel oder Katalogmodel sind ganz verschiedene Typen gefragt –das betrifft zum einen natürlich die äußere Erscheinung wie Gesicht, Haarfarbe und Augenfarbe. Aber auch die Figur kann ausschlaggebend sein, denn für Katalogaufnahmen oder Werbeshootings werden längst nicht nur Models gesucht, die groß und schlank sind, sondern es werden durchaus auch Models eingesetzt, die die größeren Konfektionsgrößen ausfüllen. Auch das Alter ist ein Kriterium, das über Ihren Einsatz entscheidet – vom Kindermodel bis zum Seniorenmodel sind in der Werbung und auch in Katalogen alle Altersklassen vertreten. Es gibt also keine festen Anforderungen, die ein Werbemodel erfüllen muss – Natürlichkeit und Charakter sind wichtig. Es gibt übrigens Agenturen, die sich auf bestimmte Modeltypen spezialisiert haben – Kindermodels, mollige Models, reifere Models, Sportmodels etc.


Auch interessant:

Nebenbei Geld verdienen – so geht’s: 13 effektive Möglichkeiten mehr lesen


Auch wenn Schönheitsfehler durchaus erlaubt sind: Was nicht fehlen darf, ist Ausstrahlung und Haltung und dass Sie authentisch rüberkommen – nicht nur bei der Agentur, sondern auch beim Kunden.

Dass Sie gepflegt und sympathisch sind, versteht sich eigentlich von selbst – seien Sie übrigens lieber vorsichtig mit dem Einsatz von zu viel Make-Up und grell lackierten Fingernägeln und auch Ihr Outfit sollten Sie eher dezent wählen.

Und nicht zuletzt gilt: Sie müssen unbedingt Spaß an dem haben, was Sie tun, ansonsten werden Sie schnell das Handtuch werfen. Denn das Posieren vor der Kamera bedeutet konzentrierte, harte Arbeit. Ausdauer ist also wichtig – und auch etwas schauspielerisches Talent, denn nicht immer werden Ihnen die Produkte 100%ig gefallen, mit welchen Sie sich fotografieren lassen.

Nebenjob als Werbemodel: So geht’s auch. „Sexy Anna test focus studenten“ – so heißt das virale Video, dass das niederländische Molkereiunternehmen „FrieslandCampina“ online gestellt hat.

Wie finden Sie einen Nebenjob als Werbemodel?

Wer Katalogmodel oder Werbemodel werden will, denkt vielleicht, dass man sich direkt bei Otto oder Neckermann, Karstadt, Tchibo oder Intersport oder ähnlichen Herausgebern von Katalogen oder Werbeprospekten als Model bewerben kann – das zeigen die häufigen Nachfragen. Doch der Weg zum Modeljob läuft anders.

Wir haben uns für Sie erkundigt und unter anderem bei der Karstadt Hauptverwaltung in Essen nachgefragt, wie Sie zu einem Einsatz beispielsweise als Karstadt-Werbemodel kommen. Hier sprachen wir mit Frau Psotta, die so freundlich war, uns unsere Fragen zu beantworten. Frau Psotta erklärte uns, dass Karstadt die Models nicht selbst engagiert, sondern eine Modelagentur – bzw. mehrere Modelagenturen – einschaltet, wenn Werbeaufnahmen gemacht werden. Karstadt fragt dort bestimmte Models an – bzw. bittet die Agentur um Vorschläge für bestimmte Modeltypen – zum Beispiel blond, rothaarig, sportlich etc.

Auch bei Otto in Hamburg haben wir nachgefragt und erfahren, dass Otto ebenso wie Karstadt die Models nicht selbst castet, sondern Agenturen einschaltet.

Der Weg geht also über eine Modelagentur

Der richtige Weg, um einen Nebenjob als Werbemodel zu finden, geht also über eine Modelagentur. Doch Vorsicht: Hier gibt es auch einige unseriöse so genannte „Agenturen“, auf die Sie nicht hereinfallen sollten. Grundsätzlich sollten Sie sich für den Nebenjob als Werbemodel nur von Modelagenturen casten lassen, bei welchen Sie kein Geld im Voraus –beispielsweise für das Anlegen einer Sedcard oder für den Eintrag in eine „Model-Datenbank“ o.ä. – bezahlen müssen. Eine seriöse Modelagentur wird von Ihnen kein Geld verlangen, bevor Sie selbst welches verdient haben. Im Normalfall übernimmt die Agentur zunächst die anfallenden Kosten und verrechnet diese nach und nach mit dem Honorar, welches Sie für Ihre Einsätze als Werbemodel oder Katalogmodel erhalten.

Unter Umständen kann Ihnen der Verein VELMA (Verband lizenzierter Modellagenturen e.V.) helfen. Dort sind diejenigen Agenturen aufgelistet, die als Modelagentur von der Bundesagentur für Arbeit lizensiert wurden (als es diese Lizensierung noch gab; jedoch wird seit mehr als 10 Jahren diese Lizenz nicht mehr vergeben). Sie können also davon ausgehen, dass die dort aufgeführten Agenturen seriös sind. Im Umkehrschluss heißt das allerdings keinesfalls, dass eine dort nicht genannte Agentur unseriös ist,  die Mitgliedschaft bei Velma ist kein Muss für seriöse Agenturen.

Und nicht zuletzt kann es immer einmal wieder passieren, dass Models auf der Straße entdeckt – quasi direkt aus dem Alltagsleben heraus gecastet – werden. Es ist also durchaus möglich, aber längst nicht die Regel, dass Sie sich nicht bewerben müssen, sondern gefunden werden, um einen Nebenjob als Werbemodel auszuüben.

Auch interessant:

Comments are closed.