Zeitarbeit oder Freie Mitarbeit als Alternative

Der erste Mitarbeiter
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Sie müssen nicht unbedingt selbst zum Arbeitgeber werden, wenn Sie Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen brauchen.

Zeitarbeit - eine echte Alternative?

Für den dauerhaften Einsatz rechnen sich Mitarbeiter einer Zeitarbeitsfirma für kleine Unternehmen in der Regel nicht. Die Kosten sind zu hoch. Ideal ist diese Variante der Beschäftigung jedoch zur Bewältigung von Auftragsspitzen. Für einfache Tätigkeiten müssen Sie sich auf einen Stundenlohn von bis zu 30 Euro einstellen. Sekretärinnen auf Zeit schlagen mit bis zu 40 Euro pro Stunde zu Buche.

Die Vorteile von Mitarbeitern auf Zeit liegen jedoch auf der Hand. Als Arbeitgeber brauchen Sie sich um nichts zu kümmern. Keine Gehaltsabrechnung, keine Sorgen um die Vertretung, wenn ein Mitarbeiter krank oder im Urlaub ist. Ist das nämlich der Fall, schickt Ihnen die Zeitarbeitsfirma umgehend einen Ersatz.

Freie Mitarbeit: Beschäftigte auf eigene Rechnung

Freie Mitarbeiter sind so ziemlich die einfachste Art der Beschäftigung für junge Unternehmen. Sie sind zur Stelle, wenn es etwas zu tun gibt und belasten Sie nicht, wenn die Auftragslage schwächer ist.

Freie Mitarbeiter stellen Ihnen für die geleistete Arbeit eine Rechnung und damit ist für Sie alles Weitere erledigt. Aufwendige An- und Abmeldungen bei der Krankenkasse, der Bundesknappschaft und ähnlicher Verwaltungsaufwand entfällt. Auch für die Versteuerung sind freie Mitarbeiter selbst verantwortlich.

Vorsicht ist dennoch geboten. Denn Freie Mitarbeiter laufen unter Umständen Gefahr, als scheinselbstständig eingestuft zu werden. Dieser Verdacht trifft nicht nur den Freien selbst, denn der Auftraggeber haftet vier Jahre lang für die kompletten Sozialversicherungsbeiträge und die Lohnsteuer. Bevor Sie freie Mitarbeiter beschäftigen, sollten Sie also peinlich genau darauf achten, dass diese nicht zu den Scheinselbstständigen zählen.

Achten Sie darauf, dass Sie dem freien Mitarbeiter auf gar keinen Fall einen eigenen Arbeitsplatz in Ihrem Unternehmen zur Verfügung stellen. Auch in die Organisation Ihres Betriebes (Telefonliste, Organigramm, ...) darf ein freier Mitarbeiter nicht aufgenommen werden. Das würde im Zweifelsfall darauf schließen lassen, dass der freie Mitarbeiter wie ein angestellter Mitarbeiter eingebunden ist.

Häufig empfiehlt es sich, gewisse Dienstleistungen wie beispielsweise Übersetzungen oder ähnliches an externe Dienstleister zu vergeben.

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