Vollzeit- oder Teilzeitbeschäftigung

Der erste Mitarbeiter
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Einen regulären Mitarbeiter auf Voll- oder Teilzeitbasis einzustellen, ist ein großer Schritt für einen kleinen Betrieb. Sie übernehmen Verantwortung für einen anderen Menschen und geraten automatisch in die bürokratischen Mühlen.

Eine angemessene Bezahlung Ihrer Mitarbeiter sollte möglich sein

Ein Mitarbeiter soll adäquat vergütet werden. Große Sprünge können Sie Arbeitgeber allerdings auch nicht machen. Wie viel Gehalt ist also angemessen? Erkundigen Sie sich, in welchen Branchen wie viel Gehalt gezahlt wird und kalkulieren Sie die Gesamtkosten.

Für beispielsweise einen Mitarbeiter, der ein Bruttogehalt von rund 2.500 Euro monatlich erhält, kommen für Sie Lohnnebenkosten von knapp der Hälfte pro Monat zusätzlich hinzu. Sollte sich bei dieser Berechnung herausstellen, dass eine Voll- oder Teilzeitbeschäftigung Ihr Budget übersteigt, ist dennoch noch nichts verloren. Es gibt andere Beschäftigungsmodelle, die für Sie als Arbeitgeber besser geeignet sein könnten.

Der bürokratische Aufwand, wenn Sie Mitarbeiter beschäftigen

Neben dem finanziellen Aufwand ist auch der bürokratische nicht zu unterschätzen. Sie müssen Ihre Mitarbeiter bei der Krankenkasse zur Renten- Kranken- und Arbeitslosenversicherung anmelden. Auch die Anmeldung bei den Berufsgenossenschaften dürfen auf keinen Fall vergessen werden. Die Erstellung einer monatlichen Gehaltsabrechnung ist ohnehin Pflicht. Ebenso wie die Berechnung der Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge, die anschließend an die entsprechenden Stellen abzuführen sind.

All diese Aufgaben sollten Sie besser einem Fachmann überlassen. Denn unterläuft Ihnen hier ein Fehler oder führen Sie die Beiträge zu spät oder gar nicht ab, kann das fatale Folgen haben. Informieren Sie sich bei einem Steuerberater und vergleichen Sie die Gebühren, die Ihnen berechnet werden würden. Auch diese Kosten müssen Sie kalkulieren, wenn Sie den Gedanken hegen, feste Mitarbeiter einzustellen.

Vorteil für Existenzgründer

Existenzgründer haben gegenüber anderen Betrieben einen Vorteil. Denn unter bestimmten Voraussetzungen werden die Kosten für einen Mitarbeiter zumindest teilweise vom Arbeitsamt getragen. Es handelt sich dabei um den so genannten Mitarbeiterzuschuss in Höhe von von maximal 50 Prozent der gesamten Gehaltskosten – inklusive der Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung – für maximal 12 Monate.

Kein Rechtsanspruch bei der Umstellung von Vollzeit auf Teilzeit

Den Rechtsanspruch der Beschäftigten, von Voll- auf Teilzeitarbeit umstellen zu können, brauchen Jungunternehmer nicht zu fürchten. Denn dieses Recht gilt erst für Beschäftigte in Betrieben, die mehr als 15 feste Mitarbeiter beschäftigen. Allerdings ist es für jeden Arbeitgeber Pflicht, Arbeitsverträge schriftlich zu verfassen.

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