Mit der Übungsleiterpauschale Geld verdienen: Ihre häufigsten Fragen

Mit der Übungsleiterpauschale Geld verdienen
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Wer sich als Übungsleiter engagiert, dem können sich viele Fragen mit den unterschiedlichsten Themenschwerpunkten stellen. Von der Kombination mit anderen Jobs bis zur Angabe in der Steuererklärung beantworten wir hier Ihre sechs häufigsten Fragen.

Rund um die Tätigkeit als Übungsleiter im Allgemeinen und im Speziellen zur Übungsleiterpauschale stellen sich eine Menge verschiedener Fragen, das ist in Anbetracht der vielen Mails oder telefonischen Anfragen, die bei uns eingehen, ganz offensichtlich. Viele der Fragestellungen drehen sich ganz um ähnliche Themen, zum Beispiel werden wir gefragt, ob und wie ein Übungsleiterjob mit anderen Jobs kombiniert werden kann, wie es sich mit der Steuererklärung verhält, was bei einer Überschreitung des Freibetrags geschieht, inwieweit sich der Job auf den Bezug von Arbeitslosengeld auswirkt und anderes mehr.

Die grundsätzlichen Infos, die zum Nebenjob als Übungsleiter wissenswert sind, haben wir in unserem Nebenjob-Tipp Übungsleiter zusammengefasst. In diesem Artikel greift unser Team von Nebenjob.de die sechs häufigsten Fragen rund um das Thema Übungsleiter und Übungsleiterpauschale auf – natürlich mit unseren Antworten zum sofortigen Nachlesen für alle.

  • Kombi Hauptjob + Minijob + Übungsleiter
  • Muss ich meinen Arbeitgeber informieren?
  • Wo wird die Übungsleiterpauschale in der Steuererklärung angegeben?
  • Überschreitung der Freigrenze von 2.400 Euro
  • Wie wirkt sich die Übungsleiterpauschale auf mein Arbeitslosengeld aus?
  • Urlaubsanspruch als Übungsleiter

Ist die Kombi Hauptjob + Minijob + Übungsleiter möglich?

Ihre Frage
Ich bin bereits im festen Angestelltenverhältnis beschäftigt und habe einen 450-Euro-Minijob. Darf ich zusätzlich noch einen Nebenjob als Übungsleiter in einem Verein ausüben, für den ich im Rahmen der Übungsleiterpauschale bezahlt werde?"

...oder ein weiteres Beispiel für eine ähnliche Frage
Ich arbeite hauptberuflich 40 Stunden und habe zusätzlich eine kurzfristige Anstellung, also einen Nebenjob. Kann ich nun trotzdem die Übungsleiterpauschale in Anspruch nehmen, ohne steuerliche Nachteile dadurch zu erhalten?

Unsere Antwort
Ja, gegen diese Kombinationen spricht nichts. Neben einem 450-Euro-Minijob oder einem kurzfristigen Minijob können Sie einen Job als Übungsleiter ausüben, ohne dass dies negative Konsequenzen für Sie hätte. Denn diese verschiedenen Jobarten werden nicht zusammengerechnet. Auf diese Weise können Sie also mit einer zusätzlichen Nebentätigkeit als Übungsleiter weitere 200 Euro monatlich komplett steuer- und sozialversicherungsfrei hinzuverdienen.

Wichtig Wer einen sozialversicherungspflichtigen Hauptjob hat, darf nur einen Minijob auf 450-Euro-Basis ausüben, selbst wenn der Verdienst unter diesem Betrag liegt . Aber die Kombination Hauptjob + 1 Minijob + Übungsleiter, die Sie planen, funktioniert bestens und ohne Nachteile für Sie.

Sollte ich meinen Arbeitgeber über meine Tätigkeit als Übungsleiter informieren?

Ihre Frage
Ich habe von einem Verein eine Tätigkeit zur Betreuung von Kindern an einem Vormittag angeboten bekommen - abgewickelt wird dies unter der \"Übungsleiterpauschale\" (2.400 Euro im Jahr steuerfrei) - bei mir wären es 90 Euro im Monat. Muss ich diese Tätigkeit von meinem hauptberuflichen Arbeitgeber genehmigen lassen? Muss ich ihn informieren oder kann ich das einfach machen?

Unsere Antwort
Auch wer sich als Übungsleiter engagieren möchte, sollte die allgemeinen Regeln beachten, die für Arbeitnehmer mit Nebenjob und Hauptjob gelten. Und das heißt, dass Sie im Grundsatz nicht verpflichtet sind, Ihren Hauptarbeitgeber zu informieren – und schon gar nicht, ihn um Erlaubnis zu fragen. Gerade, wer sich in Bereichen engagiert, die mit der Übungsleiterpauschale abgerechnet werden können, wird wohl kaum auf Widerstand beim Chef stoßen. Trotzdem: Den Arbeitgeber über diese Nebentätigkeit zu informieren, ist nicht verpflichtend, kann aber Missverständnissen vorbeugen.

Trotz allem gemeinnützigen Engagement: Auch bei einem Nebenjob als Übungsleiter müssen Sie darauf achten, dass die Interessen Ihres Arbeitgebers nicht verletzt werden. Alle Infos, die Sie zu diesem Thema kennen sollten, haben wir in unserem Ratgeber Regeln für Arbeitnehmer mit Nebenjob und Hauptjob zusammengefasst.

Muss ich die Aufwandsentschädigung, die ich bekommen habe, in der Steuererklärung angeben?

Ihre Frage
Ich habe einen Nebenjob als Trainer in einem Verein und verdiene damit 120 Euro im Monat. Damit liege ich also unter dem Freibetrag von 2.400 Euro im Jahr. Muss ich diesen Verdienst in der Steuererklärung abgeben?

Unsere Antwort
Ja, Sie müssen den Verdienst, den Sie als Übungsleiter bekommen, in der Steuererklärung angeben. An welcher Stelle der Steuererklärung, hängt davon ab, ob Sie den Job als Arbeitnehmer oder als Selbstständiger ausüben.

Wenn Sie die Pauschale als Arbeitnehmer bekommen, tragen Sie die Einnahmen in der Anlage N (Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit) unter "Aufwandsentschädigung/Ehrenamtsfreibetrag" ein. Als selbstständiger Übungsleiter gehört der Betrag in die Anlage S (Einkünfte aus selbstständiger Arbeit) in Zeile 36 / 37 unter dem Punkt "Nebenberufliche Tätigkeiten".

Was ist, wenn ich die Übungsleiterpauschale überschreite, also als 2.400 Euro im Jahr bekomme?

Ihre Frage
Ich arbeite als 450-Euro-Kraft und gleichzeitig übe ich einen Übungsleiterjob als Chorleiter aus. Bei letzterem wird im laufenden Jahr erstmals die Grenze von 2.400 Euro überschritten. Welche Auswirkung hat das auf die Versteuerung und die Sozialversicherungspflicht?

Unsere Antwort
Grundsätzlich bleiben jährlich 2.400 Euro, die im Rahmen einer Tätigkeit als Übungsleiter bezahlt werden, steuerfrei und auch frei von Sozialversicherungsbeiträgen. Diese 2.400 Euro stellen einen Freibetrag dar, aus diesem Grund wird die Übungsleiterpauschale auch häufig auch als "Übungsleiterfreibetrag" bezeichnet.

Wenn also Ihre Einnahmen aus der Chorleiter-Tätigkeit über dem Freibetrag liegen, heißt das nicht, dass in der Folge Ihr gesamter Verdienst als Chorleiter steuerpflichtig und sozialversicherungspflichtig wird. Das ist übrigens ein wesentlicher Unterschied zu einer Freigrenze, wie es beispielsweise bei den 450-Euro-Minijobs der Fall ist. Lediglich der Teil Ihres Einkommens, der über die 2.400 Euro hinausgeht, muss von Ihnen versteuert werden.

Übungsleiterpauschale und Arbeitslosengeld

Ihre Frage
Wird das Geld, das ich mit meiner Tätigkeit als Übungsleiter bei einem Sportverein verdiene, auf mein Arbeitslosengeld angerechnet?"

Unsere Antwort
Zwar sind die Aufwandsentschädigungen, die für Tätigkeiten als Übungsleiter bezahlt werden, steuerfrei. Das bedeutet im Umkehrschluss dennoch nicht automatisch, dass sie kein Einkommen im Sinne des Sozialgesetzbuches II darstellen. Für Bezieher von Arbeitslosengeld I stellt sich die Sachlage trotzdem ganz einfach dar: Übungsleiterpauschalen werden nicht auf die Leistungen angerechnet.

Etwas anders sieht es aus diejenigen, die Arbeitslosengeld II ("Hartz IV") bekommen. Zwar wird die Zahlung der Übungsleiterpauschale als Einkommen berücksichtigt, allerdings gibt es einen Freibetrag von 200 Euro im Monat. Und das heißt, dass, wenn die jährliche Übungsleiterpauschale (also insgesamt 2.400 Euro) monatsweise in Beträgen von jeweils 200 Euro ausgezahlt wird, keine Anrechnung des Zusatzeinkommens erfolgt.

Tipp Mehr Infos zum Thema finden Sie im Artikel Nebenverdienst und Hartz 4

Habe ich als Übungsleiter Anspruch auf bezahlten Urlaub?

Ihre Frage
Ich bin nebenberuflich als Übungsleiter in einem Sportverein tätig. Ich gebe dort im Monat 15 Trainingsstunden und erhalte hierfür eine monatliche Vergütung von 150 Euro. Habe ich in diesem Fall einen Urlaubsanspruch?

Unsere Antwort
Ob Sie Anspruch auf bezahlten Urlaub haben, hängt davon ab, ob Sie Ihren Nebenjob als Übungsleiter als Selbstständiger oder als Arbeitnehmer ausüben, denn grundsätzlich ist beides möglich. Anspruch auf bezahlten Urlaub haben Sie, sofern Sie als Arbeitnehmer beschäftigt sind. In diesem Fall ist anzunehmen, dass Sie einen Arbeitsvertrag mit dem Verein geschlossen haben, in dem auch der Anspruch auf Urlaub geregelt wird.

Genauso gut ist denkbar, dass Sie für Ihren Trainerjob keinen Arbeitsvertrag abgeschlossen haben, sondern quasi als selbstständiger Übungsleiter tätig sind. In diesem Fall haben Sie keinen Anspruch auf Urlaub.

Wichtig Der Abschluss eines Arbeitsvertrages und auch die Angabe der Tätigkeit bzw. Funktion in diesem Vertrag allein sind nicht entscheidend dafür, ob Sie Arbeitnehmer sind, denn die vertraglichen Regelungen müssen auch tatsächlich in der Praxis "gelebt" werden. Ob eine Tätigkeit als Arbeitnehmer oder Selbstständiger erfolgt, wird letztlich anhand von verschiedenen Kriterien beurteilt. Wer sich unsicher ist, kann sich an die Clearing-Stelle der Deutschen Rentenversicherung Bund wenden, die bei der Beurteilung Aufschluss gibt.

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