Regeln, die Arbeitslose beachten sollten, die einen Nebenjob ausüben

Regeln für Arbeitslose mit Nebenjob
Foto: © Matthias Balzer / pixelio.de

Auch wenn Sie arbeitslos sind und Bezüge haben, dürfen Sie einen Nebenjob ausüben.

Auch wenn Sie arbeitslos sind und Bezüge haben, dürfen Sie einen Nebenjob ausüben. Allerdings müssen Sie Ihr Arbeitsamt über die Aufnahme der Nebentätigkeit informieren – und das sofort und ohne auf eine Aufforderung des Arbeitsamtes zu warten.

Seit der Einführung des Arbeitslosengeldes II im Januar 2005 ist zwischen den Beziehern von Arbeitslosengeld und dem Arbeitslosengeld II zu unterscheiden.

Regelung zum Nebenjob für Bezieher von Arbeitslosengeld

Für Bezieher von Arbeitslosengeld gilt nach wie vor, dass sich der wöchentliche Arbeitseinsatz auf weniger 15 Stunden beschränken muss, um den Anspruch auf Arbeitslosengeld grundsätzlich zu behalten.

Wer einen Arbeitseinsatz von über 15 Stunden pro Woche erbringt, der verliert seinen Status als Arbeitsloser und damit auch den Anspruch auf Arbeitslosengeld. Wenn Sie als Arbeitsloser im Rahmen Ihres Nebenjobs weniger als 15 Stunde pro Woche arbeiten, entscheidet Ihr zuständiges Arbeitsamt, ob und in welchem Umfang Ihr Arbeitslosengeld infolge Ihres Nebenverdienstes gekürzt wird.

Dennoch stehen auch Arbeitslosen mit Bezügen, die einen Nebenjob ausübt, gewisse Freibeträge für den Hinzuverdienst zu. Der minimale Freibetrag, den Sie mit Ihrem Nebenjob anrechnungsfrei zu Ihrem Arbeitslosengeld hinzuverdienen können, liegt bei 165 Euro.

Regelung zum Nebenjob für Bezieher von Arbeitslosengeld II

Wie bereits oben erwähnt: Seit dem 1. Januar 2005 wurde die bisherige Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe im Zuge der Hartz IV-Reform durch die Grundsicherung für Arbeitsuchende, das so genannte Arbeitslosengeld II (ALG II) abgelöst. Auch Bezieher des ALG II haben grundsätzlich die Möglichkeit, einen Nebenjob auszuüben. Die Obergrenze von 14,9 Stunden pro Woche gilt für Bezieher von ALG II nicht - der zeitliche Umfang der Tätigkeit ist nicht von Belang für den Leistungsbezug. 100 Euro monatlich können anrechnungsfrei hinzu verdient werden. Ein Verdienst, der darüber geht, wird zu 80 Prozent mit dem Arbeitslosengeld II verrechnet. Auskunft über den Umfang erteilt die zuständige Agentur für Arbeit.

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