Sechs gute Gründe, warum Sie Ihren Nebenjob sofort hinschmeißen sollten

Miese Nebenjobs: 6 Gründe zum Hinschmeißen
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Bezahlung, Urlaub, Probearbeiten, Mobbing etc. – es gibt schlagkräftige Argumente dafür, Ihrem Chef die Kündigung auf den Tisch zu legen

Vor einiger Zeit haben wir in Ihnen in unserem Artikel Die besten Nebenjobs ein paar hilfreiche Tipps vorgestellt, wie sich schnell und einfach der passende Nebenjob finden lässt.

Leider kommt es jedoch auch vor, dass man zwar anfangs noch glücklich über die Tatsache ist, nun endlich einen Nebenjob gefunden zu haben, sich kurze Zeit später aber unter Umständen schon der große Frust breitmacht.

Für all diejenigen, die sich nicht ganz sicher sind, ob sie ihren Nebenjob lieber an den Nagel hängen sollten oder nicht: Hier sind die besten Gründe dafür, um seinen Job sofort hinzuschmeißen.

Schlechte Bezahlung

Es gibt sicherlich den einen oder anderen guten Grund, warum es sich durchaus verschmerzen lässt, wenn man nicht gerade einen Spitzenverdienst im Nebenjob erzielt. Dennoch hat alles seine Grenzen: Lassen Sie sich auf keinen Fall mit nur ein paar Euro für Ihren Arbeitseinsatz abspeisen. Stundenlöhne von drei, vier oder fünf Euro sind auch bei einem Nebenjob völlig unangebracht. Lassen Sie sich auch nicht damit ködern, wenn Ihnen Ihr Chef verspricht, den Stundenlohn in naher Zukunft  anzuheben. Durch solche Aussagen wird der Nebenjob nicht besser, denn eine anfänglich miese Bezahlung wird auch nicht zum Spitzenverdienst, nur weil sie später (vielleicht) einmal angehoben wird.

Sie bekommen keinen bezahlten Urlaub

Leider kommt es noch immer vor, dass nicht alle Arbeitgeber wissen (oder wissen wollen), dass es auch für den Nebenjob eine gesetzliche Regelung für den Urlaubsanspruch gibt. Entsprechend wird diesen Nebenjobbern kein Urlaub gewährt – zumindest kein bezahlter.

Es geschieht leider allzu häufig, dass nebenberuflichen Mitarbeitern, die ihren Urlaubsanspruch geltend machen, von vorherein rigoros gesagt wird, dass, wer im Betrieb „nur“ einen Nebenjob ausübt, keinen Urlaubsanspruch hat.

In einzelnen Fällen ist es sogar bereits vorgekommen, dass Nebenjobber, die dennoch auf ihr gutes Recht – also auf bezahlten Urlaub - bestanden haben, mit der Aufforderung konfrontiert wurden, sich doch lieber einen anderen Nebenjob zu suchen – oder ihnen im schlimmsten Fall gleich gekündigt wurde.

Natürlich ist das alles nicht erlaubt. Lassen Sie sich also nicht beirren, denn auch im Nebenjob steht ihnen bezahlter Urlaub zu. Diese Erkenntnis macht sich übrigens auch zunehmend in Arbeitgeberkreisen breit und immer mehr Betriebe sehen es inzwischen als Selbstverständlichkeit an, alle Mitarbeiter im Betrieb gleich zu behandeln – unabhängig davon, ob in Vollzeit, in Teilzeit oder mit einem Minijob dort gearbeitet wird. Wenn Ihnen also kein bezahlter Urlaub gewährt wird, sollten Sie in Erwägung ziehen, sich an einen Fachmann für Arbeitsrecht zu wenden – oder sich unter Umständen gleich eine andere Nebenbeschäftigung zu suchen.

Ihr Arbeitsweg ist viel zu weit

Auch für den Nebenjob gilt, dass leider der beste Stundenlohn und die nettesten Kollegen nicht unbedingt allein den Ausschlag dafür geben, ob man mit seinem Job vollauf zufrieden sein kann. Denn ein zu langer Anfahrtsweg kann auf Dauer nicht nur zeitraubend sein und die Nerven strapazieren, sondern er wird auch den besten Verdienst um ein Vielfaches schmälern.

Zugegeben – es lässt sich nicht immer der Idealfall finden, bei dem der Nebenjob nur wenige Minuten entweder vom Hauptjob oder alternativ vom Zuhause entfernt ist, aber wenn die Fahrtkosten bzw. der zeitliche Aufwand zu hoch werden, rechtfertigt sich ein solcher Nebenjob nur schwer. In diesem Fall wird wohl jeder früher oder später seinen anfänglich noch heißgeliebten Nebenjob hinterfragen und prüfen, ob ein nicht ganz so gut bezahlter Job, der aber besser erreichbar ist, unterm Strich vielleicht lohnenswerter sein könnte.

Miese Kollegen? Nein danke!

Eines steht wohl fest: Nicht jeder, der einer Nebentätigkeit nachgeht, erwartet eine reine Spaßveranstaltung – aber auch ein Nebenjob sollte auf keinen Fall Unbehagen oder Frust bereiten.

Auch wenn Sie sich der Situation nicht in Fulltime aussetzen: Miese oder gar mobbende Kollegen sollten Sie nicht länger als unbedingt nötig ertragen. Gemeine Mitarbeiter können Ihnen den schönsten Nebenjob vermiesen und bekanntlich sogar krank machen. Deswegen unser Rat: Lassen Sie sich nicht kleinmachen und ärgern Sie sich nicht allzu lange mit den Gegebenheiten herum, sondern suchen Sie sich lieber einen neuen Arbeitsplatz mit einem netten Team.

Probearbeiten? Eigentlich okay - aber nicht tagelang und nicht ohne Bezahlung

Um Sie als Person und Ihre Arbeitsweise besser einschätzen zu können, ist es gut möglich, dass Ihr zukünftiger Arbeitgeber von Ihnen erwartet, dass Sie ein paar Probestunden oder auch einen ganzen Probearbeitstag absolvieren.

Vor dem Hintergrund, dass sich auf diese Weise auch für Sie die Möglichkeit bietet, Ihren möglichen Arbeitsplatz kennen zu lernen, ist gegen Probearbeiten nicht unbedingt etwas einzuwenden. Sie sollten jedoch abklären, dass dieses Probearbeiten nach Möglichkeit auch bereits bezahlt wird - erst recht, wenn Sie länger als nur ein paar Stunden arbeiten sollen.

Denn einige Arbeitgeber nutzen diese Testphasen auch aus und versuchen auf diese Weise, an unentgeltliche Arbeitskräfte zu kommen. Wenn also Ihr neuer Chef Ihnen beispielsweise signalisiert, dass Sie zunächst einmal zwei Tage testweise und ohne Bezahlung ranklotzen sollen, sollten Sie dem mehr als skeptisch gegenüberstehen.

Unbezahlte Überstunden, Putzen etc.

Leider gibt es Arbeitgeber, die bestens verstehen, ihre Mitarbeiter nach allen Regeln der Kunst auszunutzen. Hier einige Beispiele:

Wenn Sie eigentlich bereits Feierabend haben, Ihr Chef Sie aber „nur noch ganz kurz einmal braucht“, kann das mitunter auch dazu führen, dass Sie noch eine dreiviertel Stunde lang unbezahlt weiterarbeiten. Wenn Sie also vor offiziellem Arbeitsbeginn oder nach Feierabend arbeiten sollen, sollte es selbstverständlich sein, dass Sie dafür bezahlt werden.

Ebenfalls kommt es manchmal vor, dass Sie Arbeiten übernehmen sollen, für die Sie gar nicht eingestellt wurden – ob Sie nun den Wagen des Chefs aussaugen sollen oder sogar von Ihnen erwartet wird, dass Sie die Kundentoiletten putzen – lassen Sie sich nicht ausnutzen, sondern suchen Sie sich lieber einen neuen Job.


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