Nimmt uns Kollege Roboter und die zunehmende Digitalisierung bald zahlreiche Nebenjobs weg?

Roboter mit Nebenjob
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Panikmache oder Realität? Sind das wirklich Jobkiller, die da auf uns zurasen oder ist das alles nur Angstmacherei von einigen wenigen Phantasten und Zukunftsforschern?

Die Prophezeiungen, die in den letzten Monaten von verschiedenen Arbeits- oder Zukunftsforschern geäußert wurden, haben ziemlich sicher bei einer nicht geringen Zahl von Menschen für eine gewisse Verunsicherung gesorgt. Insbesondere bei denjenigen, die im Arbeitsleben stehen oder im Begriff sind, sich darauf vorbereiten, lösen solche Thesen Bestürzung aus. Denn wenn die Rede davon ist, dass durch die Digitalisierung Millionen von Arbeitsplätzen wegfallen könnten, darf man auch ruhig schon einmal unruhig werden. In gleichem Sinne stellte Bill Gates erst kürzlich die Prognose auf, dass Automaten und Roboter innerhalb der nächsten 20 Jahre in erheblichem Umfang Arbeitsplätze vernichten werden.

Sind wir wirklich auf dem besten Weg dahin, die Arbeit gänzlich abzuschaffen? Oder ist die Arbeit, so wie wir sie zur Zeit kennen, durch die zunehmende Digitalisierung lediglich im Begriff, sich zu verändern?

Wahrscheinlich werden zahlreiche Nebenjobs verschwinden. Doch werden Nebenjobber deswegen wirklich überflüssig?

Es wäre wohl naiv, zu leugnen, dass diese Prognosen zur Veränderung der Arbeit stimmen könnten. Die ersten Anzeichen bekommen wir bereits jetzt nicht nur zu sehen, sondern so manch ein Arbeitnehmer oder auch Nebenberufler bekommt die Veränderungen sogar schon zu spüren.

Nehmen wir beispielsweise den Nebenjob als Kassierer. Es ist durchaus naheliegend, dass dieser Job mittelfristig mehr und mehr aus den Jobprofilen verschwinden wird. Ein Blick in den ein oder anderen Supermarkt oder zum Einrichtungsgiganten Ikea offenbart, wie schnell sich dieser etablierte Nebenjob ganz schnell in Luft auflösen könnte.

Self-Service-Kasse bei Ikea
Self-Service-Kasse bei Ikea (Foto: © NEBENJOB-ZENTRALE)

Bei Ikea haben die Kunden bereits seit geraumer Zeit die Möglichkeit, ihre Einkäufe an Self-Service-Kassen eigenhändig zu kassieren bzw. selbst einzuscannen und zu bezahlen. Für diesen Kassiervorgang werden deutlich weniger Mitarbeiter an der Kasse benötigt, denn hier wird lediglich ein Mitarbeiter abgestellt, der gleichzeitig mehrere Self-Service-Kassen betreut. Auch in manchen Rewe- oder Edeka-Supermärkten stehen bereits solche Self-Service-Kassen zur Verfügung – und auch diese werden rege benutzt.

Self-Service-Kasse bei Edeka
Self-Service-Kassen bei Edeka (Foto: © NEBENJOB-ZENTRALE)

Auch dürfte manch einem Paketboten oder Auslieferungsfahrer etwas mulmig werden, denn Drohnen sind ein echter Zukunftstrend und das nicht nur bei Hobby-Drohnenpiloten, sondern weil ihre Jobs demnächst von Lieferdrohnen und Auslieferungsrobotern übernommen werden sollen.

Ebenso dürften die Folgen, die der zunehmende Onlinehandel für die zahlreichen Minijobs im Einzelhandel haben wird, kaum weniger dramatisch sein. In vielen Branchen findet das Wachstum online statt – und eben nicht im stationären Einzelhandel. Dass sich das unmittelbar auf die Zahl der Jobs im Einzelhandel auswirken wird, liegt klar auf der Hand; in welchem Umfang Nebenjobs wegfallen werden, lässt sich zurzeit nur erahnen.

Ist die "neue" Arbeit und die Nebenjobs, die hierdurch entstehen, wirklich so schlecht? Oder bietet sich hier vielmehr eine neue Chance, um flexibel Geld zu verdienen?

Eines jedoch sollten wir bei all diesen beunruhigenden Schlagzeilen und Prophezeiungen nicht vergessen: Noch nie boten sich derart viele neue Chancen zum Geld verdienen wie heute. Viele der zahlreichen Möglichkeiten, mit denen sich aktuell schnell einmal nebenbei Geld verdienen lässt, gab es vor einigen Jahren noch gar nicht - und fast im Wochentakt kommen durch die Digitalisierung neue Verdienstmöglichkeiten hinzu. Es ist auch nicht von der Hand zu weisen, dass sich noch nie so zeitlich flexibel und unabhängig vom Standort (und auch von einem Arbeitgeber) ein Nebenverdienst erzielen ließ.

Inzwischen ist es möglich, quasi rund um die Uhr Geld zu verdienen. Feste Arbeitszeiten und Arbeitsplätze gehören bei diesen neu entstandenen Jobs der Vergangenheit an. Jeder kann selbst bestimmen, womit, wann und wie er sein Geld verdient.

Zudem bieten immer mehr Unternehmen mit ihren Jobangeboten Nebenjobsuchenden die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten und so einen Nebenverdienst zu erzielen – erst vor Kurzem haben wir hier auf Nebenjob.de eine Liste von Unternehmen zusammengestellt, die es ermöglichen, von zu Hause zu Arbeiten: Von Zuhause arbeiten: 9 Unternehmen, die Heimarbeit anbieten. Wer sich außerdem in unserer Rubrik Geld verdienen umschaut, wird schnell feststellen, dass sich mit vielen dieser neuen Ideen sofort und ohne große Umwege ein Nebenverdienst erzielen lässt.

Auf den ersten Blick also doch gar nicht so schlecht, was die scheinbar unsichere Zukunft für uns bereithält, oder?

Mach es – oder lass es einfach!

Die Vorteile und Nachteile liegen bei diesen neuen Jobs jedoch dicht beieinander. Denn schnell, flexibel und zeitlich unabhängig bedeutet auf der anderen Seite: kein Anspruch auf Mindestlohn, kein bezahlter Urlaub, keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und keinerlei Absicherung für's Alter. Vor diesem Hintergrund wird es niemanden wundern, dass schon vor ein paar Jahren der DGB-Chef Reiner Hoffmann den "neuen digitalen Billigjobs ohne Arbeitnehmerrechte" den Kampf ansagte und vor einer Ausbreitung des Lohndumpings warnte.

Bei diesen Jobs heißt es vielfach "Mach es oder lass es einfach", denn selbst, wenn man die Aufgabe nicht übernehmen möchte - es wird sich ganz sicher jemand anderes finden, der dazu bereit ist. Ein Praxistest zu diesen Jobs, den wir von der Nebenjob-Zentrale erst kürzlich durchgeführt haben, machte ziemlich deutlich, dass die digitalen Mikrojobs zwar viele Vorteile mit sich bringen und dass es schnell geht, solche Mikrojobs anzunehmen – ganz in der Hoffnung, einfach und flexibel ein paar Euros zwischendurch zu verdienen. Ob der Auftrag, den man angenommen hat, sich schlussendlich als lohnenswert erweist, stellt sich jedoch immer erst nach der Erledigung heraus.

Da es mehr als wahrscheinlich ist, dass sich der Trend und die Veränderung zur neuen Arbeit hin fortsetzen und dass damit viele klassische Tätigkeitsprofile von Nebenjobs mehr und mehr durch andere Tätigkeiten ersetzt werden (oder ersatzlos wegfallen), bleibt vielen nur die Wahl, sich auf den Umbruch im Arbeitsleben und auf die neuen Jobs einzulassen.

Unser Fazit zum Thema digitale Nebenjobs

Wir denken, dass Sie sich die eine oder andere dieser neuen Jobmöglichkeiten definitiv einmal anschauen sollten. Denn dies könnte nicht nur die Chance für Sie sein, etwas Neues kennen zu lernen, sondern es könnte sich – je nach persönlichem Geschmack und Talent – unter Umständen auch als durchaus rentabel herausstellen. Und wenn Sie wirklich einmal um Ihren nebenberuflichen Arbeitsplatz bangen sollten, ist es vielleicht auch gar nicht so schlecht, einen "Plan B" in der Hinterhand zu haben.

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