Riskante Nebenjobs von zu Hause und warum Modeln teuer werden kann

Riskante Nebenjobs von zu Hause
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Betrügerische Jobangebote: Nicht jeder Nebenjob von zu Hause eignet sich zum Geld verdienen - einige Arbeiten können sogar gefährlich werden

Die schlechte Nachricht zuerst: Es gibt Stellenangebote für Nebenjobs von zu Hause, die so verlockend aufgebaut sind, dass viele Jobsuchende kaum noch unterscheiden können, ob es sich bei dem Angebot wirklich um ein seriöses oder um ein unseriöses Jobangebot handelt. Flexible Arbeitszeiten und extrem gute Verdienstaussichten für eine Tätigkeit, die sich obendrein auch noch von Zuhause ausüben lässt sorgen häufig dafür, dass die anfängliche Vorsicht bei der Jobsuche schnell wieder über Bord geworfen wird.

Schnell Geld verdienen von zu Hause aus – wer möchte das nicht? Und es gibt sie ja auch tatsächlich, die Jobs, mit denen sich der ein oder andere Euro auch schnell einmal zwischendurch verdienen lässt. Aber mehrere hundert Euro in relativ kurzer Zeit, quasi über Nacht, das ist in den meisten Fällen wohl eher unrealistisch.

Und nun die gute Nachricht: Da wir wissen, dass es Nebenjob Angebote gibt, die auf den ersten Blick äußerst reizvoll erscheinen und etliche Jobsuchende Gefahr laufen, den verlockenden Versprechungen zu erliegen, haben wir einige betrügerische Jobangebote mit vollmundigen Versprechungen dargestellt, von denen Sie entweder gleich ganz die Finger lassen bzw. an die Sie zumindest mit großer Vorsicht herangehen sollten.

Mythos Kugelschreiber zusammenbauen: Warum suchen Tausende von Menschen noch immer einen Nebenjob, den es gar nicht gibt?

Kugelschreiber zusammenbauen

Dieser Nebenjob von zu Hause ist der Klassiker schlechthin, um angeblich nebenbei Geld zu verdienen. Diese Heimarbeit hat eindeutig den ersten Platz verdient, zumindest in der Rubrik der nicht existenten und doch immer noch meistgesuchten Nebentätigkeiten in Heimarbeit. Tag für Tag kursieren im Internet eine Menge Jobangebote, die diesen Nebenjob von zu Hause bewerben.

Immer noch wird dem Jobsuchenden in diesen Angeboten weisgemacht, dass sie gegen eine Vorauszahlung von beispielsweise 49 Euro Kugelschreiber zum Zusammenbauen bekommen. Dieser Verlockung erliegen leider noch immer zahlreiche Nebenjob-Suchende. Doch die Ernüchterung folgt bei allen schon wenige Tage nach der Bestellung. Denn statt der erhofften Kugelschreiber, mit denen sich angeblich Geld verdienen lässt, landet meistens nur völlig wertloses Infomaterial in ihren Briefkästen.

Also: Finger weg von diesem dubiosen Jobangebot! Denn mit dieser Nebentätigkeit lässt sich wirklich kein Geld mehr verdienen, das haben wir auch bereits mehrfach ausführlich beschrieben: Im Artikel Kugelschreiber zusammenbauen haben wir das Thema mit mehreren renommierten Unternehmen besprochen und auch mit der Verbraucherzentrale haben wir bereits ein Gespräch über die Möglichkeiten seriöser Heimarbeit geführt.

Paketagent: Vor diesen betrügerischen Nebenjobs warnt sogar die Polizei

Nebenjob als Finanzagent

Der kontinuierliche Zuwachs der vergangenen Jahre beim so genannten Warenbestellbetrug veranlasste die Polizei zu der Maßnahme, einen Flyer herauszugeben, der speziell zu diesem Thema Aufklärung verschafft. Durch das Informationsblatt, das die Polizei im vergangenen Jahr zur Verfügung stellte, soll die Öffentlichkeit für diese immer öfter vorkommende Betrugsmasche sensibilisiert werden.

Scheinbar hochlukrative Jobangebote von zu Hause aus beispielsweise für „Paketmanager“, in der “Versandmitarbeit“, als „Testkäufer“, „Logistik-Assistent“,“ Controller“, "Finanzagent" oder ähnliche Tätigkeitsfelder stehen bei den unseriösen Inseraten im Mittelpunkt. Obwohl das Jobangebot des Paketagenten oder Warenagenten schon seit längerem bekannt ist, können die Betrüger mit dieser Masche immer wieder Erfolge verbuchen.

Die Täter gehen überaus clever und professionell vor: In diversen Online-Jobbörsen und in Stellenanzeigen der regionalen und überregionalen Tagespresse wird viel Geld für leichte Arbeit versprochen. Um besonders glaubwürdig zu erscheinen, wird den Bewerbern neben der Aussicht auf einen Voll- oder Teilzeitjob auch eine Probezeit angeboten. Mit echt wirkenden Arbeitsverträgen und professionell gestalteten Firmenlogos möchten die Betrüger einen besonders seriösen Eindruck hinterlassen.

Dieser Nebenjob von zu Hause sprach sehr viele an

Warensendungen oder Pakete von Versandunternehmen entgegenzunehmen, die Ware zu wiegen, zu fotografieren, den Zustand zu dokumentieren, Rechnungen zu entnehmen und an die vom „Arbeitgeber“ benannten Adressen weiterzuleiten – diese Aufgaben können sich offenbar sehr viele Jobsuchende als Arbeit vorstellen. Völlig ahnungslos machen sie sich zu Strohmännern und fungieren damit als Mittelsmänner oder Geldwäscher in diesem undurchsichtigen Betrugsfall. Letztlich dient der Einsatz eines Paketagenten nur dazu, die Spur zu den Haupttätern zu verschleiern. Folglich ist der Paketagent das einzige Glied in der Betrugskette, das schnell ermittelt werden kann und die erhoffte lukrative Nebentätigkeit von zu Hause hat für viele Nebenjobber sehr unangenehme Folgen. Durch die strafrechtlichen und zivilrechtlichen Konsequenzen kann dieser „einfache“ Job mit dem angeblich leicht verdienten Geld sehr teuer werden. Weitere Infos zu diesem Thema finden Sie unter anderem in unserem Beitrag Nebenjob „Finanzagent“: Vorsicht – Betrug!.

Seriös sieht anders aus: Jobfalle Model werden

Jobfalle Model werden

Nicht erst seit Germany‘s next Topmodel denken gerade junge Menschen immer häufiger darüber nach, sich als Model etwas nebenher zu verdienen. Dabei geht es den wenigsten gar nicht in erster Linie darum, von jetzt auf gleich eine große Model-Karriere zu starten. Viele dieser jungen Leute zielen vielmehr darauf ab, einmal etwas ganz anderes, etwas neues auszuprobieren. Sie suchen einen Nebenjob, der sie reizt, auf den sie neugierig sind und mit dem sie sich beweisen und natürlich auch ihrem Selbstbewusstsein schmeicheln können.

Wer mit seinem Aussehen Geld verdienen möchte, sollte jedoch Vorsicht walten lassen. Denn als Model einen Zusatzverdienst zu erzielen ist kein Selbstgänger. Die Suche nach diesem hochgradig beliebten Nebenjob kann schnell zur Jobfalle werden und auch dieses Beispiel zeigt wieder einmal deutlich, dass die Jobsuche im Netz mit Vorsicht zu genießen ist. Zwar sind längst nicht alle Stellenangebote für Models (insbesondere die für Anprobemodels, Katalogmodels oder Sportmodels) als unseriös einzustufen, jedoch gibt es auch in diesem Bereich einige schwarze Schafe.

Und so funktioniert die Masche, die mit extrem verlockenden Angeboten vor allem auf junge Menschen ausgelegt ist: Mit Werbeversprechen wie „Neue Gesichter gesucht“ oder „Jetzt anmelden und los zum Online-Casting“ versuchen einige Agenturen zunächst einmal, möglichst viele Interessenten auf die eigenen Webseiten zu locken. Im Anschluss folgen die üblichen Versprechungen, die noch mehr Begeisterung für den Nebenjob als Model hervorrufen sollen und die den ein oder anderen dazu veranlasst, das laute Schrillen der Alarmglocken zu überhören. Leider folgt üblicherweise nach all diesen Versprechungen der Teil, der teuer werden könnte: Oft genug kommt es vor, dass die Model-Bewerber für Probeaufnahmen, die Erstellung einer Sedcard oder für die Teilnahme an Schmink- oder Laufstegkursen finanziell nicht unerheblich in Vorleistung treten sollen.

Finger weg von solchen angeblichen Modeljobs. Wenn Sie das Gefühl haben, dass es Ihnen bei diesem Jobangebot viel zu leicht gemacht wird, Geld zu verdienen oder von Ihnen erwartet wird, das Sie für etwas bezahlen müssen, bevor Sie mit dem Geld verdienen beginnen können, überlegen Sie sich gut, ob Sie auf das Angebot eingehen.

Fazit: Nicht nur Angebote für Nebenjobs von zu Hause werden zunehmend undurchsichtig. Wenn Sie nicht auf solche unseriösen Jobangebote hereinfallen möchten, sollten Sie sich immer vor Augen führen, dass besondere Skepsis immer dann angebracht ist, wenn das Inserat außergewöhnlich verlockend (weil besonders einfach, besonders lukrativ usw.) erscheint.

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