Buchführungshelfer

Keine lose-Blatt-Sammlung

Nicht selten werden kleine Betriebe und Einmannunternehmen als Schuhkarton-Firmen bezeichnet, weil alle Belege, die eigentlich für das Finanzamt bestimmt sein sollten in einem Karton landen. So ein durcheinander kann für die Betroffenen teuer werden. Es sei denn, Sie unterstützen die hoffnungslosen Chaoten!

Buchhaltung ist vielerorts eine unbeliebte Aufgabe.

Gerade Einmannunternehmen oder Kleinbetriebe widmen sich lieber der Kundengewinnung und -betreuung, anstatt sich mit der Sortierung von Belegen aufzuhalten. Nur leider nützt das alles nichts. Das Finanzamt fordert sein Recht.

Entweder die Betroffenen begeben sich vollends in die Hände eines Steuerberaters der auch die vorbereitende Buchhaltung abwickelt – das fordert allerdings einen entsprechend hohen Preis – oder die Unternehmer wenden sich an einen Buchführungshelfer, der die erforderlichen Unterlagen für den Steuerberater vorbereitet. Dazu gehört zum Beispiel das Sortieren von Belegen und das Führen einer Buchungsliste.

Wer darf als Buchführungshelfer tätig sein?

Nicht jeder ist für eine solche Nebentätigkeit qualifiziert. Das Gesetz schreibt eine Abschlussprüfung in einem steuer- und wirtschaftsberatenden Ausbildungsberuf oder eine abgeschlossene Ausbildung in einem kaufmännischen Beruf vor. Ansonsten ist auch eine gleichwertige Ausbildung oder eine mindestens dreijährige hauptberufliche Tätigkeit im Bereich der Buchhaltung Voraussetzung.

Bei der Formulierung Ihrer Anzeige sollten Sie sehr sorgfältig vorgehen, um eine rechtlich einwandfreie Dienstleistung anzubieten. Sie sollten sich auf das buchen von Geschäftsvorgängen im Bereich der Lohn- und Finanzbuchhaltung beziehen. Sie sind ausschließlich als Buchführungshelfer und nicht als Steuerberater tätig. Somit dürfen Sie zum Beispiel keine Umsatzsteuer-Voranmeldungen erstellen.

Bieten Sie Zusatzleistungen an

Ein Kleinunternehmer, der sich bereits sehr ungern mit der eigenen Buchhaltung beschäftigt, tut sich sicher auch mit der Rechnungskontrolle schwer. Zahlungseingänge und das Mahnwesen müssen allerdings regelmäßig kontrolliert werden. Bieten Sie Ihren Kunden auch diesen Service an.

Gerade kleine und Einmannbetriebe sind für jede Hilfe dankbar, die ihnen Arbeit abnimmt und obendrein auch noch Kosten erspart.

Wichtig

Da Sie mit Daten Ihrer Kunden umgehen, fällt Ihre Tätigkeit unter das Datenschutzgesetz. Weitere Informationen erhalten Sie bei den Datenschutz-Aufsichtsbehörden der Länder. Die örtliche Zuständigkeit richtet sich nach dem Sitz Ihres Unternehmens.

Ihre Qualifikation als Buchführungshelfer

Das Gesetz schreibt eine Abschlussprüfung in einem steuer- und wirtschaftsberatenden Ausbildungsberuf oder eine abgeschlossene Ausbildung in einem kaufmännischen Beruf vor. Ansonsten ist auch eine gleichwertige Ausbildung oder eine mindestens dreijährige hauptberufliche Tätigkeit im Bereich der Buchhaltung Voraussetzung. Ansonsten ist auch eine gleichwertige Ausbildung oder eine mindestens dreijährige hauptberufliche Tätigkeit im Bereich der Buchhaltung Voraussetzung.

Sie müssen in Sachen Steuerrecht natürlich immer auf dem Laufenden sein. Informieren Sie sich durch Fachliteratur immer über Änderungen.

Ausstattung: Was müssen Sie investieren?

Investitionen sind prinzipiell nicht nötig. Wenn Sie in den Betrieben direkt tätig sind, ist sicher alles, was Sie benötigen vorhanden. Nehmen Sie die Arbeit mit nach Hause, sollten Sie ggf. mit der entsprechenden EDV und Software ausgestattet sein. Ansonsten benötigen Sie außer einer kleinen Ecke zum Arbeiten kein weiteres Equipment.

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