Produkttester werden und mit dem Testen eines HD-Receivers 40 Euro verdienen

Produkttester werden und Geld verdienen
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Claudia G. hat bereits eine Menge Testerfahrungen gemacht. Hier erklärt sie, wie es abläuft, wenn man als Produkttester Geld verdienen möchte

Claudia G. ist eine erfahrene und ziemlich vielbeschäftigte Testerin – egal, ob Webseiten-Tester oder Produkttester gefragt sind, sie hat laufend verschiedene Einsätze, bei denen sie sich als Probandin betätigt. Entsprechend viele Tests liegen bereits hinter ihr und entsprechend hoch ist der Erfahrungsschatz, den sie im Rahmen ihrer Tätigkeit gesammelt hat.

"Wie lässt sich als Produkttester Geld verdienen?" - so lautet die Frage, die uns von unseren Lesern regelmäßig wieder gestellt wird. Und bekanntermaßen stellt der Nebenverdienst, der sich auf diese Weise erzielen lässt, meistens den Gegenwert des zu testenden Produkts dar: In der Regel wird der Job als Produkttester nicht mit Bargeld, sondern mit dem Produkt selbst honoriert.

Dass das jedoch nicht immer so sein muss, schilderte uns Claudia G. Sie hatte unlängst (wieder einmal - wir berichteten bereits in einem Artikel über einen Studiotest, an dem sie teilgenommen hatte) die Gelegenheit, sich als Produkttester zu betätigen und damit bares Geld zu verdienen. Sie hat in einem Studiotest einen HD-TV-Receiver getestet und damit 40 Euro verdient.

Claudia, Ihr Beispiel zeigt, dass es keine Traumvorstellung bleiben muss, mit einem Produkttest Geld zu verdienen. Wie sind Sie zu diesem Test gekommen?

Dieser Produkttest wurde von Facit Digital, einem Marktforschungsunternehmen, das in München ansässig ist, durchgeführt. Facit Digital bekommt von Unternehmen der verschiedensten Branchen Aufträge, deren Webseiten, Apps und digitale Geräte im Studio von normalen Nutzern testen zu lassen.

Seit ungefähr 15 Monaten bin ich auf dem Portal registriert, um Einladungen als Produkttester zu bekommen. Dass ich erst jetzt die Möglichkeit bekommen habe, an einem Studiotest teilzunehmen, lag zum einen daran, dass ich nicht besonders häufig Einladungen zu Tests bekommen habe – ungefähr eine Einladung pro Vierteljahr ist bei mir eingetroffen.

Eine weitere "Hürde" kann darin liegen, dass man nicht zur richtigen Zielgruppe gehört. Dies wird ausgelotet, indem der Eingeladene zunächst einige Fragen zu seiner Person und zu seinem Konsumverhalten beantworten muss. In der Einladungsmail werden alle verfügbaren Termine angezeigt, zu denen der Test durchgeführt wird – und auch dies muss zeitlich passen: Tage, die in Frage kommen, gibt man gleich mit an.

Erwähnenswert ist in meinem Fall, dass ich die Einladung zu diesem Receivertest bereits im Oktober letzten Jahres bekommen habe. Die Benachrichtigung, dass ich am Produkttest teilnehmen kann, habe ich erst rund drei Monate später, nämlich im Januar diesen Jahres erhalten. Es lässt sich also festhalten: Auch wenn längere Zeit nach der Einladung keine positive Rückmeldung kommen sollte, hat man immer noch die Chance darauf, am Test teilnehmen zu können.

Um welches Produkt handelte es sich?

Getestet wurde der HD-TV-Receiver eines bekannten Telekommunikations- und Internetanbieters.

Mussten Sie besondere Voraussetzungen erfüllen?

Wie es bei vielen Tests der Fall ist, wurden auch für diesen Studiotest ganz normale Nutzer gesucht. Es wurde also weder eine besondere Ausbildung von mir erwartet noch wurden Vorkenntnisse in Bezug auf TV-Receiver vorausgesetzt - ich musste mich auch nicht auf den Test vorbereiten.

Um allerdings überhaupt als Tester eingeladen zu werden, ist eine - natürlich kostenlose und unverbindliche - Registrierung auf dem Internetportal von Facit Digital Voraussetzung. Wer eingeladen wird, bekommt die Einladungen grundsätzlich per E-Mail.

Können Sie kurz beschreiben, wie der Test abgelaufen ist?

Zum Testprodukt passend, lief der Test quasi in "Wohnzimmeratmosphäre" ab. Der Testraum war modern und gemütlich eingerichtet, ich als Produkttester hatte meinen Arbeitsplatz auf einer Couch vor einem großen Fernsehbildschirm – direkt neben der Testleiterin.

Der Produkttest bestand hauptsächlich darin, mit der Fernbedienung des Receivers durch das komplette Menü zu navigieren. Als Erstes sollte ich das Hauptmenü betrachten, anschließend dann die zu den einzelnen Menüpunkten gehörenden Seiten und Untermenüs. Dabei stellte mir die Testleiterin konkrete Fragen, beispielsweise wie einfach bzw. intuitiv ich die Navigation einschätzte, ob die Anordnung der Menüpunkte für mich logisch und klar nachzuvollziehen war und ob die farbliche Gestaltung im Hinblick auf Funktionalität und Design passte.

Um eine der vielen verschiedenen Testsituationen zu veranschaulichen: Ich musste den Menüpunkt "Aktuelle Sendungen" aufrufen und dann durch die verschiedenen Fernsehkanäle navigieren. Ich wurde gefragt, ob die Kanäle farblich ausreichend hervorgehoben waren, so dass sie für mich gut erkennbar waren und ob meiner Meinung nach vielleicht zu wenige oder auch zu viele Informationen zu den Sendungen angezeigt werden.

Der zweite, im Hinblick auf Dauer und Umfang kürzere Teil des Studiotests, bildete das Testing der entsprechenden App auf einem Tablet. Auch hier lief alles so ab wie beim Testen des Receivers, nur weniger umfangreich.

Abschließend musste ich die beiden Versionen, also den Receiver und die App hinsichtlich verschiedener Kriterien, wie zum Beispiel Einfachheit der Bedienung, Intuitivität, Design, usw. miteinander vergleichen.

Wie lange hat der Test gedauert? War die Testdauer fest vorgeschrieben oder flexibel?

Der Receivertest fand an einem Dienstagvormittag statt. Die bereits in der E-Mail angegebene Testdauer von 60 Minuten wurde ziemlich genau eingehalten.

Wie viel Geld haben Sie mit diesem Produkttest verdient?

Die Vergütung für den 60-minütigen Test erfolgte pauschal mit 40 Euro.

Wie ordnen Sie die Höhe des Verdienstes ein – ist das ein lukrativer Nebenverdienst?

Die Vergütung von 40 Euro ist meiner Meinung nach ein sehr guter Verdienst für eine Testdauer von 60 Minuten. Die Atmosphäre war zudem angenehm und obwohl ich noch keinen HD-TV-Receiver in meinem Haushalt besitze, fand ich den Test nicht schwer. Und nicht zuletzt zählt auch, dass dieser Produkttest mir Spaß gemacht hat und zusätzlich meinen Horizont in diesem Bereich erweitert hat.

Was finden Sie besonders vorteilhaft an dieser Tätigkeit als Produkttester im Rahmen von Studiotests?

Generell finde ich, dass sich Studiotests als Nebenjob vor allem für Studenten und Personen mit flexiblen Arbeitszeiten eignen, da sie in der Regel an Wochentagen stattfinden und meist tagsüber, also vormittags oder nachmittags, durchgeführt werden.

Zwar gibt es auch Termine an den Abenden, aber für diese Tageszeit melden sich viele Tester an und unter Umständen kommt man aufgrund dieser erhöhten Konkurrenz nicht zum Zuge.

Wir halten fest: Der Verdienst ist gut, der Zeitaufwand stimmt auch. Sehen Sie trotzdem auch Nachteile?

Studiotests machen zwar Spaß, aber sie reichen meiner Erfahrung nach leider nicht als alleiniger Nebenverdienst aus. Wie ich schon sagte, liegt das zum einen daran, dass nicht allzu häufig nicht Einladungen zu Tests eintreffen und eine erfolgreiche Testteilnahme manchmal auch daran scheitert, dass man entweder nicht zur Zielgruppe gehört oder an den angebotenen Testterminen schlichtweg keine Zeit hat.

Um mit Studiotests mehr Geld zu verdienen, kann ich deshalb nur den Rat erteilen, sich bei mehreren Marktforschungsunternehmen zu registrieren. Dann ist die Chance für eine Teilnahme wesentlich größer.

Abschließend noch eine Frage zur Bezahlung: Haben Sie das Geld sofort ausgezahlt bekommen?

Ja, das Geld, das ich verdient habe, bekam ich direkt nach dem Ende des Produkttests in bar ausbezahlt.

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