Online Geld verdienen – so geht's mit Affiliate Marketing

Online Geld verdienen mit Affiliate Marketing
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Wer online Geld verdienen möchte, wird am Thema Affiliate Marketing nicht vorbeikommen. Doch was ist das eigentlich, wie funktioniert das Ganze und: Kann jeder damit im Internet Geld verdienen?

Affiliate Marketing ist aus dem Internet-Geschäft nicht wegzudenken – und das wird wahrscheinlich auch niemanden überraschen, der sich bereits mit der Fragestellung ein wenig beschäftigt hat: Diese Variante, Produkte bzw. Dienstleistungen zu vermarkten, ist fast so alt wie das kommerzielle Internet selbst. Im Prinzip kann hiermit jeder, der sich – in welcher Form auch immer, aber dazu später mehr – im Internet betätigt, relativ einfach und auch ohne Expertenwissen online Geld verdienen.

Entsprechend empfiehlt sich das Geschäftsmodell auch für all diejenigen, die einen Nebenverdienst im Internet aufbauen möchten. Hier finden Sie Tipps, Infos und Anleitungen, wie Sie mit Affiliate Marketing online Geld verdienen können.

Was ist Affiliate Marketing und wie lässt sich damit online Geld verdienen?

Wie allein die Namensgebung schon vermuten lässt, kommt Affiliate Marketing aus Amerika, doch entgegen mancher Berichte war es NICHT der Onlinehändler Amazon, der diese Vermarktungsform ins Leben rief, mit der heute so viele Onliner Geld verdienen. Zwar betreibt Amazon heute das weltweit größte Affiliate-Programm, allerdings starteten Mitte der 1990er Jahre bereits einige wenige andere Unternehmen mit dieser Idee im Onlinegeschäft.

Affiliate-Programme werden in Deutschland oftmals auch als Partnerprogramme bezeichnet – und diese Namenswahl wiederum bringt es schnell auf den Punkt: Unternehmen, die über das Internet Produkte oder Dienstleistungen anbieten und die hierfür Werbung bei anderen Onlinern (ihren Werbepartnern) machen, belohnen diese Werbung mit der Zahlung einer Provision. Die Werbung selbst kann ganz unterschiedlich aussehen: Vom guten alten Werbebanner über Textlinks bis zum Newsletter-Template ist alles denkbar – das werbetreibende Unternehmen entscheidet selbst darüber, welche Werbemittel es zur Verfügung stellen möchte – und der Vertriebspartner ist selbst völlig frei in der Entscheidung darüber, welche Werbemittel er nutzen möchte.

Kurz vorweggeschickt ein bisschen Affiliate-Fachjargon

Es gibt also zwei – oder richtiger: drei "Teilnehmer" beim Affiliate Marketing. Zum einen den Anbieter des Partnerprogramms – dieser wird auch als Advertiser, Merchant oder Affiliate-System-Betreiber bezeichnet.

Die andere Seite ist derjenige, der die bereitgestellten Werbemittel in seine Online-Präsenz integriert: Die Vertriebspartner, die Partnerprogramme nutzen, um durch Provisionszahlungen ein Online-Einkommen zu erzielen, werden auch als Publisher – oder auch kurz als Affiliate bezeichnet.

Der dritte Beteiligte ist der Webseitenbesucher. Letztlich geht von ihm aus, ob das Programm Erfolg hat, denn bestenfalls löst die Werbung beim Besucher die erwünschte Reaktion aus und er tätigt einen Abschluss.

Ganz so einfach ist es mit dem Geld verdienen dann aber leider doch nicht...

...denn allein von diesem dritten Beteiligten, also dem Besucher, hängt es ab, ob der Publisher eine Provision verdient oder nicht. Es ist also nicht ganz so simpel wie eingangs angerissen, denn es reicht nicht aus, einen Link oder Werbebanner einzubauen und ab sofort rollt der Rubel. Wenn es tatsächlich so einfach wäre, würde dieses Modell wahrscheinlich auch gar nicht funktionieren.

Eine Provision wird erst dann fällig, wenn es eine erfolgreiche Transsaktion gab

Je nach Provisionsmodell erhält der Publisher erst dann eine Vergütung, wenn ein Besucher die vom werbetreibenden Unternehmen vorgesehene Handlung durchgeführt hat. Die Aktion des Endkunden kann dabei ganz unterschiedlich definiert sein: Während viele Anbieter von Partnerprogrammen ihren Affiliates eine Provision zahlen, wenn ein Kunde etwas in ihrem Onlineshop kauft, honorieren andere Unternehmen es bereits, wenn sich jemand für ihren Newsletter anmeldet, einen Download tätigt, eine Software installiert oder sich als Interessent (für was auch immer) in eine Datenbank einträgt. Einige wenige Advertiser sind auch bereit, für einen einfachen Klick auf Ihre Werbung zu bezahlen.

Affiliate Marketing ist also erfolgsbasiert und bietet damit grundsätzlich ein Geschäftsmodell, das für alle Seiten Vorteile bietet. Das Unternehmen bezahlt nur dann eine Provision, wenn Endkunden eine bestimmte, von ihnen gewünschte Reaktion zeigen. Der Affiliate muss nicht darauf warten, dass interessierte Unternehmen ihm eine Zusammenarbeit anbieten oder – für viele, gerade Anfänger im Onlinegeschäft noch viel schwieriger – selbst Unternehmen akquirieren, die an einer Kooperation interessiert sind; er kann ganz einfach selbst aussuchen, welche Partnerprogramme er online vermarkten und so damit Geld verdienen möchte. Und letztlich profitiert auch der Endkunde – denn durch die passende (!) Werbung bekommt er unter Umständen auch Informationen, nach denen er gerade sucht.

Grundlagenwissen: Die Verdienstmodelle im Affiliate Marketing

Jedes Partnerprogramm zielt, wie beschrieben, auf etwas anderes ab. Entsprechend unterschiedlich sind die Provisionsmodelle, die von den Unternehmen angeboten werden. Die entscheidene Angabe ist "Pay per..." - sie gibt Aufschluss darüber, welches Ereignis erforderlich ist, damit der Publisher im Internet Geld verdient.

Die Varianten "Pay per Sale" und "Pay per Lead" sind auf jeden Fall die am weitesten verbreiteten, während die Alternativen "Pay per Click" oder "Pay per View" eher von untergeordneter Bedeutung sind.

Sehr oft allerdings kommt es vor, dass nicht nur eine "Pay for..."-Variante allein eingesetzt wird, sondern dass verschiedene Verdienstmodelle miteinander kombiniert werden. Es gibt Affiliate-Systeme, die ihren Publishern einen Lead – beispielsweise für eine Eintragung – vergüten und wenn dieser Kunde später einen Kauf tätigt, erhält der Publisher zusätzlich noch eine Sales-Provision.

Pay per Sale

Im Grunde ist es relativ einfach zu verstehen: Pay per Sale wird überall dort eingesetzt, wo etwas zum Verkauf angeboten wird. Online-Shops wie Amazon oder Zalando, aber auch viele Anbieter, die (auch) im stationären Handel tätig sind, bieten Partnerprogramme für ihre Onlineshops an: Von Elektronikmärkten wie Saturn, Conrad oder Media Markt über Lebensmittel-Märkte Rewe über diverse Mode-Einzelhändler bis zu Lieferservices gibt es eine schier unzählbare Zahl von Partnerprogrammen, bei denen Affiliates dafür Geld verdienen, wenn ein Online-Verkauf über ihre Webseite oder sonstige Aktivität im Internet erfolgt.

Pay per Lead

Diese Partnerprogramm-Variante ist ebenfalls sehr verbreitet. Ein "Lead", also das "Hinführen" zu etwas, kann ganz unterschiedlich aussehen. Im Vordergrund steht nicht der Verkauf, sondern das Interesse des Besuchers. Stromanbieter bzw. Vermittlungsportale beispielsweise bezahlen ihre Affiliates dafür, wenn Kunden einen Preisvergleich ausführen und dadurch Interesse an einem eventuellen Vertragswechsel bekunden. Ein Autohändler könnte einen Pay per Lead ausloben, wenn Endverbraucher sich für ihre PKWs interessieren. Manche Konsumartikel-Hersteller bezahlen ihren Affiliates Provisionen, wenn sich über deren Online-Aktionen Endkunden für ihre Produkte interessieren und beispielsweise Newsletter abonnieren oder an Gewinnspielen teilnehmen. Gerade im Bereich der Bezahlung für Leads gibt es viele unterschiedliche Varianten am Markt.

Pay per Click

Eine nicht ganz so große Rolle im Affiliate Marketing spielen die Alternativen "Pay per Click" und "Pay per View". Beim Pay per Click verdient der Publisher dann online Geld, wenn jemand auf das Werbemittel klickt. Diese Provisions-Variante ist – abgesehen vom mächtigen Google Adsense Programm - nicht mehr sehr gängig und wenn sie überhaupt noch eingesetzt wird, dann nur gegen eine sehr überschaubare Bezahlung. Denn die Qualität der Besucher, die beim Pay per Click auf der Webseite des Partnerprogramm-Betreibers landen, lässt sich kaum beeinflussen bzw. kontrollieren. Um diesen Nachteil des Pay per Click auszugleichen, gibt es auch die Variante des "Pay per Click Out" - in diesem Fall muss der vermittelte Seitenbesucher auf der Zielseite einen weiteren Klick durchführen, ehe eine Provision für den Webseitenbetreiber fließt.

Pay per View

Pay per View wird die Provision bereits fällig, wenn die Seite mit dem eingebundenen Werbemittel aufgerufen wird – es reicht also aus, wenn ein Besucher sich die Seite nur anschaut. Dieses Provisionsmodell ist allerdings für den Betreiber des Systems nicht besonders effektiv und so wird die Variante Pay per View heute nur noch selten eingesetzt.

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... Und: Obwohl der Einsatz von Partnerprogrammen viele Vorteile bietet, gibt es auch Nachteile, die Sie kennen sollten

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