Nebenjobs gestern und heute: So hat sich der Nebenjob verändert

Nebenjobs gestern und heute
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Das sind die Nebenjobs von heute: Sie heißen Streetspotr, Mikrojobber, Clean Agents, Clickworker, Crowdworker, YouTuber, Shoutcaster - um nur einige zu nennen. Aber eines haben alle gemeinsam: Mit ihnen lässt sich Geld verdienen.

Das Internet hat den Nebenjob verändert. Zwar haben viele Nebentätigkeiten, die auch schon vor dem Aufkommen all der neuen Online-Jobmöglichkeiten gern ausgeübt wurden, kaum an Attraktivität verloren, denn Nebenjobs wie beispielsweise Kellnern, Babysitten, Promotion, Nachhilfe geben, Meinungsforschung oder der Nebenjob beim Paketdienst sind nach wie vor beliebte Nebentätigkeiten. Dennoch: Die Nebenverdienst-Möglichkeiten, die in den letzen Jahren im Internet auf den vielen digitalen Plattformen entstanden sind, rücken zusehends in den Fokus der Personen, die nebenbei Geld verdienen möchten.

Andere Namen, andere Arbeiten, andere Arbeitsbedingungen

Selbst wenn es auf den ersten Blick nicht so aussehen mag, aber fast unbemerkt haben sich die oben genannten digitalen Nebenjobs zur einer völlig neuen Arbeitsform entwickelt. Denn ob durch das Anschauen von Werbung auf dem Handy, mit dem eigenen Zimmer über die Vermittlungsplattform Airbnb, mit Selbstgemachtem auf beispielsweise DaWanda, mit dem eigenen Auto, mit digitalen Kleinstaufträgen, als YouTuber oder als E-Sportler - auf all diese Arten lässt sich heute ganz ohne ohne Arbeitgeber und Arbeitsvertrag Geld verdienen.

Die Bezeichnungen für die Nebenverdienste haben sich zwar geändert und auch, wenn mitunter der Eindruck entsteht: Das Geld verdienen ist durch das Internet nicht unbedingt einfacher oder müheloser geworden als es noch im „Offline“-Zeitalter war. Andererseits können die Online-Jobs aber auch um ein Vielfaches abwechslungsreicher, spaßiger und in einigen Fällen auch lukrativer sein.

Ein gutes Beispiel für einen Bereich, der äußerst profitabel sein kann und dabei spielerisch angegangen werden kann, ist die Video-Plattform YouTube. Denn hier gibt es bereits eine Menge von Stars, die sich einen guten Namen gemacht haben und die von den Einnahmen, die sie als YouTuber erzielen, sehr gut leben können. Doch nicht nur YouTube sticht mit den verschiedensten Videoformen und Stars heraus; es gibt noch genügend anderer digitaler Plattformen, die dem Nebenjobber annehmbar gute Einnahmen bescheren können.

Geld verdienen über das geeignete Vermittlungsportal

Was früher der Arbeitgeber war, ist heute der Vermittler.  Denn viele der Online-Plattformen, auf oder mit denen sich heute ein Zusatzeinkommen erzielen lässt, verstehen sich lediglich als Vermittler zwischen den Auftraggebern und Auftragnehmern, Anbietern und Abnehmern, Herstellern und Kunden etc. Für fast jeden, der, seinen Neigungen und Wünschen entsprechend, nebenbei Geld verdienen möchte, gibt es heute schon die passende Vermittlungsplattform.

Wer mit seinem Auto Geld verdienen (oder sparen) möchte, kann mittlerweile auf eine ganze Reihe von Möglichkeiten zurückgreifen. Webseiten wie Tamyca, BlaBlaCar, Flinc oder auch die verschiedensten Auslieferungsdienste wie FoodExpress  oder Volo beispielsweise erleichtern es ungemein, sich im - wahrsten Sinne des Wortes - einen Nebenverdienst „einzufahren“.

All diejenigen, die gern schreiben, können sich ebenfalls nicht über Aufträge beklagen. Denn für sie gibt es mittlerweile verschiedene Anlaufstellen im Internet, bei denen sich die Betreiber als Vermittler zwischen Auftraggebern und Textern verstehen. Und auch als Reinigungskraft kann sich jeder betätigen: Die Aufträge bekommt er über Online-Vermittler wie beispielsweise Helpling, Homejoy, Book a Tiger oder CleanAgents. Hier kann jeder frei entscheiden, wann, wo und wie viel er arbeiten möchte.

Andere wiederum nutzen ihre kreativen Fähigkeiten und bieten ihre Fotos auf Microstock-Portalen wie Fotolia oder handgefertigte Unikate auf Selbermach-Portalen wie DaWanda an.

Und all diejenigen, die mit dem Handy schnell einmal zwischendurch einen Nebenverdienst erzielen möchten, können auf die Apps von Mikrojob-Portalen wie Streetspotr, Appjobber oder Shopscout zugreifen.

Aber Vorsicht: Ausbeutung, Billigjobs und „moderne Sklaverei“ bestimmen zusehends die Schlagzeilen

Willkommen in der neuen Welt der Nebenjobs: Zugegebenermaßen lässt sich Dank der verschiedenen Plattformen im Internet Geld verdienen. Aber allzu oft wird den Jobsuchenden diese Arbeit als zu simpel und vor allem als viel zu lukrativ beschrieben. Schlagzeilen, die diese Form von Arbeit mit „Moderne Sklaverei“, „Digitale Akkordarbeit“, „Billigjobs“ oder „Hungerlöhne“ umschreiben, beherrschen zusehends die Berichterstattung.

Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann, sagte beispielsweise vor dem nationalen IT-Gipfel Ende Oktober 2014 den digitalen Billigjobs den Kampf an. In einem Gespräch mit der DPA äußerte er nachdrücklich, dass der DGB „nicht tatenlos zusehen [werde], wie hier eine Art moderne Sklaverei entsteht, mit einem Wettbewerb um Löhne nach unten“. Bei allen Chancen, die die Online-Arbeitswelt biete, müsse sich die Gewerkschaft auch den Risiken dieser Arbeitsform stellen.

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