Geld verdienen mit Microsoft: Bugs in Windows bringen ab sofort Geld

Geld verdienen mit Bugs bei Microsoft
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Zwischen 500 und 250.000 Dollar – so viel bezahlt Microsoft im Rahmen des "Windows Bounty Programms" denjenigen, die Sicherheitslücken im System auffinden. Im Grunde kann sich jeder daran beteiligen, Bugs ausfindig zu machen.

Sicherheitslücken sind ja eigentlich etwas sehr Unschönes – wer allerdings beispielsweise in Windows 10 eine solche entdeckt, kann damit Geld verdienen. Wobei Microsofts Bug Bounty (was übersetzt nicht anderes bedeutet als dass es Kopfgeld für Bugs gibt), sich offenkundig eher für Profis zum Geld verdienen eignet – Microsoft spricht als Teilnehmer an den Bounty-Programmen "alle Microsoft-Freunde, Hacker und Forscher" an.

Natürlich geht es nicht um einfache Webseiten-Tests, so wie sie beispielsweise in unserer Rubrik Geld verdienen schon mehrfach beschrieben wurden. Dafür liegt der mögliche Verdienst aber auch weit darüber – und nicht nur bei 35 Euro pro Test.

Warum gibt es offizielle Bug Bountys? Unter anderem auch, weil es einen illegalen Handel mit Sicherheitslücken gibt.

Natürlich ist es Microsoft grundsätzlich wichtig, dass die vom Unternehmen entwickelten Programme sicher sind. Wenn also ein Bug gefunden wird und Microsoft zeitnah darauf reagieren kann, dient das der Sicherheit des Betriebssystems – und damit Millionen von Anwendern. Mittlerweile jedoch werden Bugs auch kommerziell auf dem Schwarzmarkt gehandelt oder an Regierungen verkauft. Entsprechend nutzen Kriminelle Bugs in populären Programmen für ihre Zwecke und verursachen einerseits großen finanziellen Schaden bei den Verwendern und fügen andererseits den Entwicklern immensen Imageschaden zu.

Regelmäßige Sicherheitsupdates sind extrem wichtig

Bei älterer Software weisen Entwickler in aller Regel so rechtzeitig wie ausdrücklich darauf hin, wenn in Zukunft keine Sicherheitsupdates für eine bestimmte Software mehr gefahren werden sollen. In Fällen, dass Anwender (allen Warnungen zum Trotz) veraltete Programme eingesetzt werden, ist die Gefahr groß, dass Hacker sehr schnell Sicherheitslücken für sich entdecken – und nutzen. Ein populäres Beispiel, was dabei passieren kann, ist die Ransomware WannaCry, die im Mai 2017 für einen folgenreichen Cyberangriff eingesetzt wurde. WannaCry infizierte 230.000 Computer in 150 Ländern – wer den Virus loswerden wollte, wurde zur Zahlung von Lösegeld aufgefordert.

Nun könnte man zu den Verwendern des veralteten, nicht weiter upgedateten Betriebssystems sagen: "Selbst schuld!". Denn Microsoft informierte umfassend darüber, dass das Betriebssystem Windows XP keine weiteren Updates erhalten würde. Trotzdem wird Microsoft in Anbetracht der Tatsache, dass derart viele Computer von WannaCry betroffen waren, nicht unbeeindruckt bleiben.

Dies ist nicht das erste Bounty Programm, mit dem sich bei Microsoft Geld verdienen lässt

Dass Programme in Punkto Sicherheit immer ein mehr oder weniger großes Restrisiko bergen, ist unumstritten. Umso wichtiger ist es, dass insbesondere die aktuellen Betriebssysteme, Apps und Programme den aktuellen Sicherheitsstandards entsprechen. Für IT-Unternehmen wie Microsoft, Google, Facebook oder auch Apple ist es gängige Praxis, dass Personen, die eine Schwachstelle aufdecken, finanziell belohnt werden.

Microsoft hat nun eine neue, weitreichende Bug Bounty Initiative aufgelegt. Zwar bezahlt Microsoft bereits seit Jahren eine Belohnung an diejenigen, die Bugs im System gefunden finden. Die ausgelobten Verdienste wurden jedoch im Rahmen der neuen Microsoft-Bugfinder-Initiative deutlich erhöht: Bis zu 250.000 Dollar werden an diejenigen ausgeschüttet, die Fehler im System finden und an Microsoft melden.

Um welche Programme geht's und wie viel Geld ist dabei zu verdienen

Beim Windows Bounty Programm geht es nicht um veraltete Programme wie beispielsweise Windows XP. Geld verdienen Sie beispielsweise, wenn Sie Fehler in Windows 10, in den Apps von Windows 10 oder im Windows Defender finden. Anders als bei anderen Bug Bountys ist die neu ausgeschriebene Initiative zeitlich nicht begrenzt.

Wie viel Geld dabei für Sie herausspringt, ist abhängig davon, wie schwerwiegend der Fehler ist und an welcher Stelle sich der Bug "eingenistet" hat. Der Minimalverdienst liegt bei 500 Dollar. Selbst für die Offenlegung einer bereits bekannten Schwachstelle bezahlt Microsoft die "Kopfgeldjäger" - bis zu 10% gibt es für schon gemeldete bzw. bekannte Fehler.

Für wen ist dieser "Nebenjob" geeignet?

Ganz klar: Hier sind eher nicht die "Normalnutzer" von Windows angesprochen, sondern eher die "Hardcore-Anwender", die Spaß daran haben, bei sich bietender Gelegenheit in die Tiefe zu gehen. Wer eine Sicherheitslücke gefunden hat, muss diese explizit und in nachvollziehbaren Einzelschritten dokumentieren.

Mehr Infos zum Nebenverdienst als Bugfinder für Microsoft?

Wer mehr erfahren möchte, findet weitere Infos im Blog von Microsoft.

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