Geld verdienen im Internet: Beim Bloggen liegen Scheitern und Erfolg nah beieinander

Bildschirm mit Sprechblase "Blog"
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Basiert erfolgreiches Bloggen nur auf dem richtigen Thema?

Mitte bis Ende der 1990er Jahre entstanden die ersten Blogs – damals wurden sie noch „Online-Tagebücher“ genannt. Das Hauptanliegen der ersten Blogger lag darin, sich anderen mitzuteilen. Die Bloggerszene wächst und wächst und seit den Anfängen hat sich vieles geändert.

Nach wie vor gibt es diejenigen Blogger, für die der Informationszweck ihres Blogs im Vordergrund steht. Die Informationen, die sie verbreiten, sind allerdings weder banal noch beliebig. Zu dieser Gruppe gehören beispielsweise Menschenrechtler aus Nationen wie China oder dem Irak oder Blogger aus Kriegs- oder Krisengebieten, die auf diesem Weg unzensiert über die aktuelle Lage in ihrem Land berichten können.

Auf der anderen Seite hat sich auch eine Vielzahl von Blogs etabliert, mit denen die Betreiber Geld verdienen – und das regelmäßig. Obwohl der Geldfluss aus dem Internet nicht bei allen Bloggern das Primärziel war, waren die meisten der lukrativen Blogprojekte bereits im Vorfeld gut durchgeplant und nicht zufällig.

Bloggen als Nebenjob

Die meisten Blogger betreiben das Schreiben als Nebenjob. Es gibt aber auch Blogger, die ihr Projekt ursprünglich als Hobby oder als Nebentätigkeit geplant haben, denen es aber nach einiger Zeit gelungen ist, sich damit hauptberuflich selbstständig zu machen. Sie erzielen heute mit ihrer Arbeit ein solches Einkommen, dass sie recht gut oder sogar sehr gut davon leben können.

Wer nun einwendet, dass die Goldgräberzeiten im Internet längst vorüber sind, dass Bloggen ein alter Hut sei und bereits quasi jedes Thema abgehandelt ist, hat nur teilweise recht. Denn auch weiterhin gibt es Möglichkeiten, wie sich mit regelmäßigem Schreiben im Internet Geld verdienen lässt – nur ist ein solches Vorhaben heute eben kein Selbstgänger mehr.

Hier finden Sie Tipps und Anregungen, wie Sie Ihren Blog planen können, was Sie dabei beachten sollten und auf welche Arten Sie Ihre Schreibe monetarisieren können.

Bloggen ja  – aber nur mit der richtigen Zielgruppe bzw. der maximalen Reichweite wirft ein Blog Gewinn ab

Die wenigsten Blogger schreiben also aus reinem Mitteilungsbedürfnis oder aus Langeweile, sondern Sie möchten, sofern möglich, ihren Blog vermarkten. Zwei Faktoren sind maßgeblich dafür verantwortlich, inwieweit sich ein Blog monetarisieren lässt: Die Zielgruppe, (also die Leserschaft) und die Reichweite (also die Kontakte), die sich mit dem Blog erreichen lässt.

Eines scheint klar: Je größer die Reichweite, also je größer die Anzahl der Kontakte bzw. (als Nettoreichweite) die Anzahl der erreichten Leser ist, desto mehr ist auf Ihrer Webseite los und umso wahrscheinlicher ist es, dass Sie Umsatz machen. Ob ein Klick, ein Lead oder ein Verkauf dazu führt, ob Sie Geld verdienen hängt ganz davon ab, welche Voraussetzungen Sie als Blogbetreiber hierfür schaffen – hierzu später mehr.

Doch Reichweite allein ist nicht alles. Wenn Ihre Leserschaft zwar zahlreich, dafür aber eher träge im Hinblick auf Kaufabschlüsse oder Klicks ist, haben Sie zwar einen beständig vollen Laden, profitieren aber eher weniger davon. Eine Zielgruppe, die bereit dazu ist, Geld auszugeben, zu klicken oder sonstige Aktionen durchzuführen, kann für Sie selbst dann weitaus einträglicher sein, wenn sie viel kleiner ist: Eine hochwertige Zielgruppe kann fehlende Reichweite durchaus ersetzen oder sogar toppen. Solche "hochwertigen" Leser finden sich beispielsweise bei Technikblogs, Modeblogs oder Reiseblogs.

Schränken Sie sich bei der Ideenfindung nicht bereits im Vorfeld zu sehr ein, indem Sie ausschließlich über Themen nachdenken, die Sie selbst absolut fesseln. Ziehen Sie auch Themen in Betracht, mit denen sich eine große bzw. eine „einträgliche“ Leserschaft mobilisieren lässt und die Ihnen vielleicht nicht auf Anhieb, aber bei weiterer Überlegung ebenfalls gut liegen könnten.

Erfolgreich auch nur mit ein bis zwei Stunden täglicher Arbeit?

Möglich ist das schon. Wie wir gerade ausgeführt haben, ist das Thema Ihres Blogs das A und O für die Höhe des möglichen Zusatzverdienstes, denn über das Thema erreichen Sie die „richtige“ Zielgruppe bzw. die größtmögliche Reichweite. Je besser Sie dies perfektionieren, desto weniger müssen Sie für das gleiche Einkommen arbeiten.

Am leichtesten wird Ihnen Ihre Arbeit fallen, wenn Sie Spaß am Schreiben haben und Sie sich mit dem Thema, über das Sie schreiben, ziemlich gut auskennen. Dann ist es ist absolut denkbar, dass Sie mit einem überschaubaren Arbeitseinsatz, aber gleichzeitig viel Ausdauer und Fachwissen einen gewinnbringenden Blog betreiben können.

Jeder Blogger sollte das regelmäßige Schreiben in seiner Prioritätenliste nach ganz oben setzen. Denn erfahrungsgemäß wird es kaum ausreichen, alle 14 Tage einmal ein paar Zeilen (oder selbst einen längeren Artikel) zu verfassen. Umgekehrt sollten Sie nicht gleich alles hinschmeißen, wenn Sie ausnahmsweise einmal einige Tage nichts geschrieben haben, denn kreative Höhenflüge lassen sich normalerweise nicht erzwingen. Wenn Sie eine solche Schreibblockade allerdings häufiger haben, sollten Sie sich fragen, ob Sie der Zweitberuf als Autor nicht zu sehr unter Druck setzt.

Schreiben Sie für Ihre Leser und nicht für die Suchmaschine

Wer im Netz gefunden werden möchte, sollte natürlich auch darauf achten, dass seine Texte von Suchmaschinen verstanden werden. Übertreiben Sie es trotzdem nicht, denn wenn Sie nicht für Ihre Leserschaft schreiben, werden Sie niemanden, der sich auf Ihre Seiten “verirrt“, auf Dauer halten können. Schreiben Sie besondere, interessante, bewegende oder auf sonstige Art fesselnde Blogartikel. Binden Sie Videos, Bilder, Zitate, Fragen und Antworten, hilfreiche Links, Schaubilder oder sonstige für Ihre Besucher hilfreiche Informationen in Ihre Texte ein.

5 Möglichkeiten, wie Sie im Netz Geld verdienen können

Wer im Internet Geld verdienen möchte, hat verschiedene Möglichkeiten dazu.

  • Zu den Klassikern unter den so genannten Pay-Per-Click-Programmen gehört ganz sicher Google AdSense. Quasi jedermann, der eine Webseite oder ein Blog im Internet betreibt, kann sich bewerben und die AdSense Codes in seine Seiten integrieren. Anschließend werden thematisch passende Anzeigen im Blog oder auf der Webseite angezeigt – für jeden Klick auf eine der Anzeigen erhält der Betreiber einen Anteil dessen, was Google mit den Anzeigen verdient.
  • Affiliate Marketing ist eine weitere verbreitete Maßnahme, um ein Blog zu vermarkten. Affiliate Marketing ist das Einbinden von Partneranzeigen, die über Affiliate Netzwerke wie zanox, affili.net, belboon, Tradetracker  und andere oder über einzelne Unternehmen zur Verfügung gestellt werden. Die Vorgehensweise dabei ist es, Anbieter von Produkten oder Dienstleistungen zu finden, die gut zu den Inhalten der eigenen Seiten passen und dort entsprechende Partneranzeigen zu platzieren. Wenn nun über diese Anzeigen beispielsweise Bestellungen ausgelöst bzw. Informationen angefordert werden oder sich Nutzer oder sich Besucher als Teilnehmer an bestimmten Aktionen eintragen, erhalten Sie im Gegenzug eine zuvor vereinbarte Provisionszahlung.
  • Außerdem können Sie Werbeflächen auf Ihrem Blog einrichten und diese über Werbenetzwerke vermieten (Stichwort „Vertikale Netzwerke“) oder die Positionen alternativ in Eigenregie vermarkten.
  • Auch "Sponsored Posts" sind eine mögliche Einnahmequelle für Blogger: Bei dieser Verdienstvariante verfassen und veröffentlichen Sie auf Ihrem Blog Artikel, für die Sie von bestimmten Unternehmen bezahlt werden. Es gibt Vermittler, die Ihnen helfen, Unternehmen bzw. passende Aufträge zu finden – hierzu zählen beispielsweise Ranksider, Hallimash, Rankseller oder eBuzzing.
  • In der jüngeren Vergangenheit hat sich auch die Möglichkeit etabliert, durch Spenden der Besucher Geld zu verdienen. Denn tatsächlich gibt es im Internet, obwohl es ja eigentlich das Medium des Gratiskonsums ist, immer mehr Menschen, die bereit dazu sind, die Arbeit und die Leistung anderer durch Spenden zu unterstützen. Wer hochwertige oder besondere Inhalte anzubieten hat, kann also daran denken, seinen Besuchern einen Spendenbutton anzubieten und auf diese Weise Geld zu verdienen. Wer jetzt denkt, dass das zu kompliziert sein könnte, sollte sich die Möglichkeiten anschauen, die beispielsweise PayPal diesbezüglich bietet – einfacher geht es kaum noch.

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