In wenigen Stunden über 50 Euro: So viel lässt sich mit einer Inventur bei C&A verdienen

50 Euro Bargeld mit einer Inventur bei C&A verdienen
Fotos: © Africa Studio - Fotolia.com, © NEBENJOB-ZENTRALE

In seinem Erlebnisbericht schildert uns Kjell W., wie er mit einem einzelnen Einsatz während einer Inventur sofort Bargeld verdient hat

Kjell W.

Kjell W. berichtet über eine Inventur bei C&A

Als mich in der letzten Woche einer meiner Freunde in einer größeren Runde fragte, ob ich am Wochenende auf einer Party dabei wäre und ich diese Frage schlicht damit beantwortete, dass ich den Samstagabend wohl in einer C&A Filiale in Hamburg verbringen würde, erntete ich zunächst nichts als verständnislose Blicke.

Nachdem ich meine Absage weiter ausführte und erklärte, dass ich die Wochen vor meinem Studienbeginn noch dazu nutzen wolle, um mir einige Euros nebenbei zu verdienen und deshalb bis circa 24 Uhr bei einer Inventur in Hamburg helfen würde, wandelten sich die verwunderten Gesichtsausdrücke meiner Freunde schnell zu Mienen voller Mitleid. "Eine Inventur? Hatte ich alles schon mal. Grausam, wenn du den Karton mit circa 300 Schrauben zum fünften Mal durchzählen musst. Und das alles nur, weil du dir 'nen kleinen Fehler erlaubt hast", kam es von rechts. Von links wurden Fragen nach dem Verdienst gestellt, um zu beurteilen, ob es die "Quälerei" denn wert sei.

Das war für mich als "Inventurneuling" recht verwunderlich, da meine Eltern mir diesen Nebenjob, bei dem häufig, wie sie sagten, das Geld direkt nach Beendigung des Jobs ausgezahlt wird, immer wieder als einfache Möglichkeit zum Geld verdienen angepriesen hatten.

Dieser Aufsteller ist das aktuelle Stellenangebot für die C&A-Filiale in der Hamburger Innenstadt (Foto: © NEBENJOB-ZENTRALE)

Dieser Aufsteller mit einem Stellenangebot in einer C&A-Filiale in Hamburger (Foto: © NEBENJOB-ZENTRALE)

In wenigen Minuten zum neuen Job bei C&A

Von dem allgemein schlechten Meinungsbild, das meine Freunde gegenüber Inventuren hatten, ließ ich mich letztendlich dennoch nicht abschrecken und so rief ich am folgenden Tag in der besagten C&A Filiale an, um weitere Infos zum Job einzuholen. Genau so hatte ich es nämlich am Vortag mit einer Filialmitarbeiterin im Pförtnerhaus abgesprochen, die mir diese Telefonnummer gegeben hatte, nachdem ich durch einen Jobaufsteller im Schaufenster der Filiale auf den Inventurjob aufmerksam geworden war.

Dieses Stellenangebot habe ich im Schaufenster einer C&A Filiale entdeckt und mich daraufhin sofort nach dem Job erkundigt, nähere Infos allerdings habe ich dann später telefonisch erfragt.

Am Telefon begrüßte mich eine freundliche Frauenstimme, die sich nach dem Stichwort "Inventur" sofort bereit erklärte, mich mit Infos zu versorgen. Allerdings hatte sie, bevor sie dazu kam, auch noch einige Fragen an mich, um kurz zu prüfen ob ich überhaupt geeignet für den Nebenjob sei.

Diejenigen, bei denen sich jetzt schon Schweißperlen auf der Stirn bilden, aus Angst vor einem telefonischen Jobinterview, kann ich beruhigen. Es handelte sich bei den Fragen, die mir gestellt wurden, um eine rein formelle Prüfung, ob mich andere Beschäftigungen, wie zum Beispiel die Teilnahme an einem sozialen Jahr, eventuell von der Mithilfe bei der Inventur ausschließen.

Innerhalb von einer Minute war die Fragerunde abgeschlossen und wir kamen zu den für mich wichtigen Infos: Wo sollte ich hin? Bei wem sollte ich mich melden? Wie lange würde die Inventur voraussichtlich dauern? und: "Wie viel Geld werde ich damit verdienen?".

Die Arbeit vor dem Start

Nach dem Erhalt all dieser Infos machte ich mich am Samstag auf den Weg zu der C&A-Filiale in Hamburg, um mich wie abgesprochen um 19 Uhr im zweiten Stock zu melden. Von da an ging alles ganz schnell. Einige Formulare ausfüllen, in Dreiergruppen den Filialmitarbeitern zugeteilt werden, die von da an als unsere Gruppenleiter fungierten und die Vorgehensweise für den Abend erklärt bekommen.

Zunächst verstand ich nicht richtig, wie unsere Arbeit ablaufen sollte, weil einfaches "Durchzählen" war es nicht, was uns dort beschrieben wurde. Zu zurückhaltend, um genauer nachzufragen, hörte ich zunächst einfach weiter zu - ohne genau zu verstehen, was erklärt wurde. Die ebenfalls fragenden Blicke meiner Gruppenmitglieder beruhigten mich, dass ich zumindest nicht der einzige war, der nicht genau wusste, was von uns verlangt wird.

Unser aller Unverständnis für den gerade erklärten Ablauf des Abends stellte sich allerdings als kein großes Problem heraus. Man konnte sich ständig an die Filialmitarbeiter wenden, die in den meisten Fällen "Veteranen der Inventurarbeit" waren und freundlich und offen auf alle Fragen eingingen.

So wurde uns zunächst von unserer Gruppenleiterin ein Bereich in der Filiale zugeteilt, für den wir von da an zuständig waren - und die Arbeit konnte beginnen. Vorerst sollten wir die Kleiderstangen in unserem Bereich in einzelne "Blöcke" aufteilen. Große Kleiderstangen in 5er Blöcke, kleine in 3er Blöcke. So wurde garantiert, dass bei Zählfehlern nicht die komplette Stange mit zum Beispiel 150 Kleidungsstücken erneut abgezählt werden musste, sondern nur ein kleiner Teil davon. Vor jeden einzelnen Kleiderblock wurde nun eine "Blockkarte" gehängt und die Kleidungsstücke zunächst per Hand abgezählt. Die Anzahl der Kleidungsstücke in den jeweiligen Blöcken wurde anschließend auf die entsprechenden Blockkarten geschrieben. Innerhalb von einer Stunde war unsere Gruppe fertig mit dem Einteilen und Abzählen der Blöcke.

Währenddessen hatte man seine Gruppenmitglieder besser kennengelernt, was besonders einfach war, da ein Großteil der Inventuraushilfen in meinem Alter, also um die 20 war. Man begann, sich untereinander auszutauschen und die Stimmung war allgemein sehr gut.

Zählen und Scannen - und das nonstop

Doch dann erst begann die richtige Arbeit. Uns wurden Scangeräte gegeben, mit denen wir die Barcodes der einzelnen Kleidungsstücke innerhalb eines Blockes scannen sollten. Die Anzahl der gescannten Barcodes sollte anschließend mit der Zahl verglichen werden, die wir zuvor auf die Blockkarte geschrieben hatten - so sollten Fehler beim Scannen vermieden werden. Diese können leider schnell einmal passieren, da man unter den Fluten aus T-Shirts, Hosen und Kleidern gerne mal ein Schild mit Barcode übersieht.

So arbeiteten wir uns Block um Block voran und die anfangs noch unbeschwerte Stimmung sank von Zählfehler zu Zählfehler. Dass wir keine Pausen einlegten, trug ebenfalls nicht positiv zur Gruppenstimmung bei.

Sie als Leser dieses Artikels, vielleicht Zuhause, gemütlich im Bürostuhl oder auf dem Sofa sitzend, mögen sich jetzt fragen, was denn so schlimm daran sein könnte, einen Block nach einem übersehenem Schild von Neuem zu scannen. Ich kann Ihnen allerdings versprechen, dass Sie es dem Block Nr. 23765 nach dreimaligem Überprüfen und akribisch genauem Scannen persönlich übelnehmen, wenn das Scangerät erneut anzeigt, dass die Anzahl der im Block enthaltenen Kleidungsstücke und die Nummer der gescannten Barcodes nicht übereinstimmen.

Letztlich nur noch angetrieben von dem Wunsch, endlich durch zu sein und mit dem verdienten Geld den Weg nach Hause anzutreten, sank die Stimmung in der Gruppe merklich. Anstelle von Gesprächen war nur noch das nervenaufreibende Piepen der Scangeräte zu vernehmen, einige Inventurhelfer standen in einer vor Rückenschmerzen gebeugten Haltung und das regelmäßige Dehnen des Rückens gehörte fast schon so zum Arbeitsprozess wie der stetige Blick auf die Uhr.

Mein Verdienst: 52,10 Euro an einem Abend - und die bekam ich sofort bar auf die Hand

Nach fünf Stunden war es dann soweit: Wir hatten die gesamte Sektion durchgearbeitet und konnten uns unser verdientes Geld abholen. Mit müden Beinen ging ich mit meiner Gruppe ein letztes Mal in das Filialbüro, ließ die notwendigen Formulare ausfüllen und machte mich anschließend auf den Weg ins Erdgeschoss, um mein hart verdientes Geld abzuholen. An der Kasse wurde ich von einer Frau begrüßt, die mich gut gelaunt anlächelte und mir, nach Vorzeigen der Gruppenleiterunterschrift, 52,10 Euro in bar in die Hand drückte.

Mein Fazit: Im Vergleich zu anderen Nebenjobs war das relativ leicht verdientes Geld

Letztendlich doch noch gut gelaunt, verließ ich mit meiner Gruppe die Filiale über den Mitarbeiterausgang, wo wir uns noch ein wenig unterhielten. Wir kamen zu dem gemeinsamen Schluss, dass die Arbeit zwar hart gewesen war, aber die 52 Euro im Vergleich zu vielen anderen Nebenjobs immer noch relativ leicht verdientes Geld waren.

Geld gibt's nun einmal leider nicht geschenkt. Nachdem wir unsere Telefonnummern ausgetauscht hatten und uns voneinander verabschiedet hatten, trennten sich unser aller Wege - vielleicht bis zur nächsten Inventur?

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